Kraniche über Brandenburg, Foto: Patrick Pleul, dpa-report
Die schönste Musik aus Brandenburg

Start Mitmachen

Olaf Willuhn
 

Olaf Willuhn (52)

Stand vom 19.08.2010

Als Olaf Willuhn im Juli 2009 in der Zeitung über das Schicksal der 13jährigen behinderten Jennifer las,die von ihren Eltern elf Jahre lang im uckermärkischen Lübbenow versteckt wurde und von Mitarbeitern des Jugendamtes in völlig verwahrlostem Zustand entdeckt und befreit wurde, hat es Klick gemacht.

Der 52jährige gründete im September 2009 den Ortsverband Potsdam im Deutschen Kinderschutzbund. "Ich wollte mich engagieren, dachte an den Kinderschutzbund und musste feststellen, dass es in Potsdam noch keinen Ortsverband gab", so der studierte Sozialpädagoge, der seit fast 25 Jahren zuerst in einer Bank und jetzt in einem Immobilien-Unternehmen die Abteilung PR und Marketing leitet.

Der Verein versteht sich als Lobby für Kinder, die Arbeitsschwerpunkte sind die wachsende Kinderarmut, der Kampf gegen jegliche Gewalt an und Misshandlung von Kindern und die Verwirklichung der Kinderrechte. Vor 20 Jahren hatte die UN-Generalversammlung die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet, zum 20sten Jahrestag im November 2009 hat der Kinderschutzbund Potsdam die politisch Verantwortlichen der Landeshauptstadt aufgefordert, die Rechte von Kindern stärker zu verwirklichen.

Willuhn und seine elf ehrenamtlichen Mitstreiter wollen, dass Potsdam einen hauptamtlichen Kinderschutzbeauftragten bekommt und die Kinderrechte in die Hauptsatzung der Stadt Potsdam aufgenommen werden.

Mit Antenne Brandenburg - unterstützt von der ARD-Fernsehlotterie "Ein Platz an der Sonne" und auf Einladung der Henry-Maske-Stiftung - vermittelte der Kinderschutzbund Potsdam in diesem Jahr 9 Kinder aus benachteiligten Familien in ein einwöchiges Feriencamp nach Mötzow am Beetzsee. "Kinder und ihre Rechte müssen in Potsdam noch mehr zum Thema werden und wir müssen aufpassen, dass Deutschland ein lebenwertes Land für Kinder ist", umschreibt Olaf Willuhn seine Ziele. Ziele, die auch in zwei aktuellen Projekten in Potsdam umgesetzt werden sollen. Die Planungen laufen auf Hochtouren, noch wird ein Schirmherr gesucht.

Mein Wunsch für Bundespräsident Christian Wulff:


Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
ich wünsche Ihnen vor allem eine erfüllte Amtszeit; Werden Sie ein Präsident, der uns bleibt, in Gedanken, auch in Jahren noch. Dazu wünsche ich Ihnen, dass Sie möglichst viele Ihrer Vorhaben umsetzen können und am Ende zufrieden mit sich und dem, was Sie bewirkt und erreicht haben, sind.
Ich wünsche Ihnen Freude am Amt und an den Menschen für die Sie dieses angetreten haben. Und dass Sie nicht vergessen, dass dies mehr und andere sind, als die, die Sie gewählt haben, mit weitgehend anderen Vorstellungen, Sorgen und Nöten aber auch anderen Vorschlägen und Visionen über und für unser Land.
Ich wünsche Ihnen Mut. Haben Sie den Mut , die Schranken und Fesseln der Parteien hinter sich zu lassen. Und mischen Sie sich mutig ein, seien Sie eine Stimme der Vernunft in kommenden Diskussionen. Seien Sie so mutig, sich mit lebensklugen und erfahrenen Beratern zu umgeben, auf die es sich zu hören lohnt und deren Rat Sie annehmen können. Ich wünsche mir, dass Sie offene Fragen als solche bezeichnen können, damit wir einen ehrlicheren Diskurs zusammen führen können und aus den Wagenburgen der vorgefassten Meinungen herauskommen. Wenn all dies zusammen kommt, wird ihre Stimme gehört werden und sie werden nicht nur eine erfüllte Amtszeit erfahren sondern auch ein Präsident sein, der uns bleibt.

Meine Vision für Deutschland:

 
Es gibt so viel, was ich mir für Deutschland wünsche. Und vieles wäre so einfach umzusetzen. Weil das nicht (kaum) geschieht, und die Gründe dafür frustrierend sind, will ich mich mit meinem Wunsch für Deutschland auf einen Teilbereich beschränken.
Mit Freunden und Bekannten, Mitstreitern und deren Freunden, habe ich Ende letzten Jahres den Ortsverband Potsdam des Kinderschutzbundes gegründet. Ich wünsche mir für Deutschland, dass der Kinderschutzbund – der sich hauptsächlich mit Kinderarmut, Kinderrechten und Kindesmisshandlung / Gewalt gegen Kinder befasst – überflüssig wird. Weil Deutschland dann nicht nur das kinderfreundlichste Land weltweit geworden ist, sondern weil die Interessen und Anliegen von Kindern von jedem Amtsträger und Mandatsinhaber, von jedem Regierenden und von den Managern und Inhabern der Wirtschaftsunternehmen immer mit bedacht werden. Und alle mit dazu beitragen, dass Eltern in Deutschland – gleich wo sie herkommen, was sie arbeiten und wovon sie leben – ihren anspruchsvollen und wichtigen Auftrag immer besser erfüllen können. Und …jedem fällt hierzu noch mindestens eine weitere Bedingung ein, oder?
Ich würde mich freuen, wenn Sie, Herr Bundespräsident, als Mensch und in Ihrem Amt einen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels leisten können und wollen."