Stand vom 13.09.2011
Zum Radio wollte ich schon als kleiner Junge. Mit Sieben habe ich mir bei uns im Garten ein Stück Besenstiel genommen, silbern angemalt, Schnur unten ran - fertig war das Mikro. Damit habe ich dann unsere Nachbarn interviewt: zu Schädlingsbefall an Strauchtomaten und ähnlich spannenden Themen.
Nach dem Abitur wollte ich dann aber erstmal was Handfestes lernen und habe eine Ausbildung zum Koch gemacht. Das war die beste Entscheidung meines Lebens, denn die langjährige Abhängigkeit von Instant-Kartoffelpüree hatte bei mir bereits erste Mangelerscheinungen ausgelöst. Und auch wenn ich heute selbst immer noch gern am Herd stehe: Das beste Essen kommt nach wie vor von meiner Mutter. Ihre Bouletten, die Kürbissuppe und gebackener Karpfen sind unerreicht.
1995 habe ich dann schließlich meinen Traumberuf ergriffen und beim damaligen SFB begonnen. Dass ich jetzt bei Antenne Brandenburg arbeite, ist ein großer Segen für mich. Denn wo sonst kann man heutzutage noch seine heimliche Leidenschaft für Mireille Mathieu ausleben…
Wen würden Sie gern mal interviewen?
Die Pet Shop Boys. Ich war nie wirklich Fan von irgend jemandem, mit Ausnahme von Neil Tennant und Chris Lowe. Hätte es damals in der FRÖSI einen Starschnitt von den beiden gegeben, hätte ich sie mir wahrscheinlich sogar an die Wand gepappt.
Wen möchten Sie möglichst niemals interviewen?
Ich habe da keine Ekel-Grenze. Ich finde prinzipiell erstmal jeden interessant, der was zu sagen hat.
Worauf können Sie verzichten?
Auf´s Auto. Aber auch nur, weil ich immer noch keine Fahrerlaubnis habe.
Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?
Lärm zu ignorieren.
Wo möchten Sie leben?
In einem Cottage, wie es Margarete Rutherford in ihren „Miss Marple“-Filmen bewohnt – klein, gemütlich, mit Fensterläden, fluffigen Plüsch-Sofas und vielen Antiquitäten.
Was ist für Sie das größte Glück?
Dass alle meine Lieben wohlauf sind und frische Wassermelonen!


