Antenne Brandenburg mit der schönsten Musik für Brandenburg
Die schönste Musik aus Brandenburg

Start Programm

Programm

Brandenburger Begegnungen

Foto: Michael Doerre aus Groß Kreutz, Antenne Fotowettbewerb 2004

Mittwoch, 21.00 - 22.00 Uhr

Auf Spurensuche in Brandenburg. Lernen Sie Landschaften und Leute kennen, Geschichte und Geschichten.

Die Sendung vom 1. Februar 2012

Foto: (c) dpa - Bildfunk

Zossen: Wie der Kampf gegen Rechts eine Stadt spaltet

1. Februar 2012

Die Kleinstadt Zossen im Teltow-Fläming-Kreis wurde im Januar 2010 über Nacht bundesweit bekannt. Das "Haus der Demokratie" ging in Flammen auf. Ein 16-Jähriger Neonazi gestand die Tat. Er habe sich aufgeregt, weil in dem Haus eine Ausstellung über Juden gezeigt wurde, gab er zu Protokoll. öffnen

Schon seit Jahren wird die Kleinstadt von einer Neonazi-Clique regelrecht terrorisert. Sie lauerten türkischen Mitbürgern auf. Sie haben zwei Mitglieder der örtlichen Bürgerinitiative "Zossen zeigt Gesicht" mit dem Tode bedroht. Und sie randalierten bei einer Holocaust-Gedenkfeier, wo sie herumbrüllten, der Holocaust sei "eine Lüge". "Nationalsozialismus jetzt" skandierten sie da.

Inzwischen haben Polizei und Justiz reagiert. Der Brandstifter, inzwischen 18, lebt auf richterliche Weisung im Heim. Ein heute 25-Jähriger, der ihn angestiftet hat, wurde vom Amtsgericht Zossen im November zu drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Die von ihm mitgegründete Gruppe "Freie Kräfte Teltow-Fläming" ist verboten. Sie sprach sich offen für eine Wiedereinführung des Nationalsozialismus aus.

Hat sich jetzt etwas geändert? Antenne-Reporterin Lisa Steger war in Zossen, über Monate hinweg, immer wieder, und hat mit den Menschen vor Ort gesprochen. Wie lebt man dort jetzt als Ausländer? Was macht die Bürgerinitiative, wie will die Stadt gegen den Rechtsextremismus vorgehen? Und wieso konnte es überhaupt so weit kommen?

Die Sendung am 8. Februar 2012

Blindenschrift, Foto: dpa-bildfunk

Die Blindenschule in Königs Wusterhausen

Es gibt im Land Brandenburg etwa 200 blinde und schwer sehgeschädigte Kinder. Die meisten von ihnen lernen an so genannten Regelschulen. 86 aber kamen nach Königs Wusterhausen, um hier eine besondere

Förderung zu erhalten. Von Klasse 1 bis zum Abitur können sie alles lernen, was ihre nichtbehinderten Alterskameraden auch lernen. Es gibt besondere Lernmaterialien und notwendige Hilfsmittel wie Lesegeräte oder spezielle Computer.
Und die Kinder haben Spaß: der Sportunterricht ist besonders beliebt, genauso wie Kunst und Musik. Man sieht Kinder fröhlich toben wie an jeder Schule, sie rennen ohne irgendwo anzustoßen. Und was man überhaupt nicht sieht sind die „blindentypischen“ schwarzen Brillen. Hier muss niemand sein Handicap vor anderen verstecken.
Lernen Sie diese besondere Schule am Mittwoch, den 8. Februar, kennen. Ihre Begleitung in dieser Stunde: Antenne-Reporterin Susanne Selbmann.

Jetzt im Programm on Air