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- Start in die Gartensaison

Die ersten Frühlingsboten, wie Schneeglöckchen und Krokusse, haben sich blicken lassen. Man kann also langsam wieder in die Gartensaison starten. Tipps für den Garten gibt es immer wieder im Programm und eine Liste mit den wichtigsten Arbeiten finden Sie hier.

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Der richtige Zeitpunkt für den Gartenstart
ist unterschiedlich - oft drohen nachts noch kräftige Fröste. Das Ende des Winters wird durch den Blühbeginn von Schneeglöckchen und Haselnuss angezeigt. Damit ist die Gartensaison eröffnet.

Nun ist erst mal Frühjahrsputz angesagt!
Evt. noch vorhandenes Laub und Moos entfernen. Dort wo die Bodenbearbeitung im Herbst noch nicht fertig gestellt wurde, sollte man dies jetzt tun.
Stark durchnässte Garten- und Rasenflächen sollten jedoch erst deutlich abtrocknen, bevor sie bearbeitet werden.
Unkraut wächst zuerst – am besten jetzt entfernen, dann kann es sich nicht so schnell ausbreiten und man hat im Sommer weniger davon.

Zeit für den Schnitt
Hecken aus sommergrünen Gehölzen wie Rot- und Hainbuche, Weißdorn oder wintergrünem Liguster sollten den Hauptschnitt bis spätestens Mitte März erhalten. Immergrüne Hecken werden entweder vor Beginn oder nach Abschluss des Triebwachstums geschnitten, also jetzt im März oder im Herbst (November).
Viele beliebte Kübelpflanzen wie Zitrus, Granatapfel oder Engelstrompete erwachen in diesen Wochen aus dem Winterschlaf. Unbedingt jetzt zurückschneiden! Der beste Zeitpunkt zum Schnitt: Kurz bevor die Blattknospen dicker werden und zu sprießen beginnen.

Beste Pflanzzeit
Stiefmütterchen und Hornveilchen
Sie sorgen mit ihren leuchtenden Blüten für Frühlingsstimmung im Beet. Mit den frostharten Pflanzen lassen sich gut Lücken zwischen Zwiebelblumen und Stauden füllen. Man kann sie auch an Wege oder in den Steingarten setzen. Tauchen Sie den Topf vor dem Pflanzen in einen Eimer mit Wasser und zupfen Sie den oft stark durchwurzelten Ballen etwas auf. Das verbessert das Anwachsen. Nach dem Pflanzen nochmals wässern.
Jetzt ist Hochsaison für Gehölz- und Staudenpflanzungen. Für Obstgehölze gilt: für Pfirsiche, Aprikosen, Nektarinen, Quitten, Brombeeren, Kiwis und Weinreben ist die Frühjahrspflanzung besser als die im Herbst. Allerdings können Containergehölze das ganze Jahr über gepflanzt werden.
Lockern Sie den Ballen vor dem Pflanzen im unteren Bereich und setzen Sie ihn so tief , dass er 3-5 cm mit Erde bedeckt ist. Kürzen Sie die Ruten dann auf 20-30 cm zurück.

Säen
Die Aussaat einjähriger Sommerblumen wie Astern, Levkojen, Löwenmaul, Sommerchrysanthemen, Studentenblumen, Zinien, Wicken, Kapuzinerkresse, Balsaminen u.a. kann jetzt in Schalen oder Kästen beginnen. Die Kästen mit der gut vorbereiteten Erde an einen hellen, nicht zu kalten Platz im Haus stellen. Zweckmäßigerweise deckt man sie mit lichtdurchlässiger Folie bis zum Aufgehen der Saat ab. Im Freiland kann man schon Reseda, Nigelle, Mohn, Rittersporn u.a. aussäen. Einige Knollenblüher wie Anemonen, Ranunkeln und Montbretien können jetzt ebenso gelegt werden.
Früh gesät, wachsen die Pflänzchen kräftig heran, bis man sie im Mai in Kästen, Töpfe und Schalen pflanzt.
Wichtig:
- Viel Wärme: Die Samen keimen umso gleichmäßiger, je wärmer die Aussaat-Erde bleibt. Über 18 °C sollten es auf jeden Fall sein, ideal sind 22–24 °C. Wer keine warmen Fensterbänke zur Verfügung hat, legt Heizmatten aus dem Fachhandel unter.
- Immer feucht: Keimende Samen dürfen nicht austrocknen! Halten Sie die Erde mit kalkarmem, ungedüngtem Wasser stets leicht feucht. Durchsichtige Deckel oder Folie, die man über die Saatschalen stülpt, sorgen für hohe Luftfeuchtigkeit.
- Gut lüften: Je größer die Keimlinge werden, umso länger nimmt man die Hauben täglich ab, damit die Pflanzen abhärten.
- Rechtzeitig umtopfen: Bevor sich die Keimlinge aus Lichtmangel gegenseitig in die Höhe treiben, setzt man sie in Einzeltöpfe um. Ziehen Sie die Wurzeln dabei vorsichtig aus der Erde, damit sie nicht abreißen. Stellen Sie die Töpfe zur Weiterkultur hell, aber nicht sonnig: 15–20 °C.
- Selbstgesäte Balkonblumen wachsen sehr zügig. Damit die langen, aber noch zarten Triebe nicht knicken, bindet man sie entweder an kleinen Stützstäben fest oder entspitzt sie mit einer sauberen, scharfen Schere. Das regt die Verzweigung der jungen Triebe an.

Beitrag von Serviceredaktion