Heidelbeeren in einer Schale, Foto: colourbox
Heidelbeeren in einer Schale | Bild: colourbox

Die blauen Powerfrüchte - Heidelbeeren

Seit Anfang Juli haben auch sie wieder Saison: Die Heidelbeeren. Kaufen kann man sie direkt beim Erzeuger oder aber auch auf örtlichen Märkten und in Einkaufsmärkten. Oder man erntet sie selbst. Dann hat man die absolute Frischegarantie und einen schönen Familienausflug mit Spaßfaktor.
Auf den Speisezettel gehören Heidel- oder Blaubeeren aber auf jeden Fall, denn die kleinen blauen Früchte sind wahre Gesundheitswunder.

Heidelbeere oder Blaubeere?

Die dicken Kulturheidelbeeren sind mit den heimischen Blaubeeren, die bei uns wild im Wald wachsen, nur ganz entfernt verwandt.
Die Kulturheidelbeeren hängen an bis zu zwei Meter hohen Sträuchern, haben eine blaue Schale und helles Fruchtfleisch. Dagegen sind die deutlich kleineren heimischen Blaubeeren durchgehend blau gefärbt und wachsen an niedrigen, krautigen Büschen.
Blaubeeren haben eine dünnere Schale und sind daher empfindlicher als Kulturheidelbeeren.

Die bei uns im Handel vorwiegend erhältlichen Kulturheidelbeeren stammen nicht von der in Europa heimischen Heidelbeere ab, sondern von der Amerikanischen Heidelbeere und anderen nordamerikanischen Arten. Dort wurden vor etwa 100 Jahren die ersten Kreuzungen von Wildarten durchgeführt. Bis heute sind daraus viele Kultursorten hervorgegangen, die sich in Fruchtgröße, Reifezeit und Wuchsverhalten unterscheiden.

In Deutschland begann die Züchtung von Kulturheidelbeeren dagegen erst um 1930. Die Hauptanbaugebiete liegen in der Lüneburger Heide, in Brandenburg und im Oldenburger Raum sowie in Süddeutschland und Mittelbaden.

Heidelbeeren lagern oder schnell verzehren?

Heidelbeeren sind wie alle Beeren nur begrenzt haltbar. Achten Sie beim Einkauf auf eine pralle, unbeschädigte Oberfläche der Beeren. Entfernen Sie Früchte mit beschädigter Schale, da diese durch die austretende Feuchtigkeit schnell zu Schimmelbildung neigen.

Wer frisch gekaufte oder selbstgeerntete Früchte nicht sofort essen kann, sollte sicherstellen, dass die Beeren nicht feucht sind und sie dann in den Kühlschrank stellen. Dort halten sich frische und unbeschädigte Früchte einige Tage lang. Allerdings verlieren sie dort nach und nach an Aroma und können Bitterstoffe entwickeln.

Wer weiß, dass er sie nicht schafft, kann die Heidelbeeren auch einfach einfrieren. Legen Sie die gewaschenen Beeren ausgebreitet auf ein Tablett oder großen Teller und frieren Sie sie so ein. In gefrorenem Zustand lassen sich die Beeren dann ohne Schaden in geeignete Vorratsbehälter füllen.

Wer Blaubeeren im Wald gesammelt hat, sollte diese vor Verzehr waschen, da Eier des Fuchsbandwurmes an den Beeren haften können. Am Besten ist es, diese Blaubeeren nur zum Kochen zu verwenden, da durch die Hitzeeinwirkung eventuell vorhandene Parasiten abgetötet werden.

  • Was macht Heidelbeeren so gesund?

  • Roh oder gekocht verwenden?

  • Selbstpflückemöglichkeiten

Sommer in Brandenburg

imago/Westend61

Sommer mit Antenne Brandenburg

Wir haben für Sie Erfrischendes, Kulinarisches, Rezepte für Grillabend und Picknick und vieles mehr zusammengestellt.