antenne brandenburg Service
Stand vom 02.02.2012
Kompost ausbringen
Ab Ende des Februar wird gut ausgereifter Kompost auf den Gemüseflächen verteilt, jedoch weder eingeharkt noch umgegraben. Er bleibt fingerdick auf der Erdoberfläche liegen.
Beete vorbereiten
Legen Sie die Beete so an, daß die Reihen in Nord-Süd-Richtung verlaufen. So bekommt das Gemüse gleichmäßig Licht.
Gartenboden vorbereiten für Rasen
Kalken Sie Ihren Gartenboden alle zwei Jahre. So sorgen Sie für eine gute Krümelstruktur und ein aktives Bodenleben. Wer genau wissen will, wie viel Kalk zugegeben werden muss, misst zuerst einmal den pH-Wert, z. B. mit einem Calcitest. Denn der pH-Wert gibt den Säuregrad und damit den Kalkbedarf des Bodens an.
Im Zier-, Gemüse- und Kräutergarten sollten normale Gartenböden einen pH-Wert von 6.5 haben. Auf Sandböden liegt der optimale pH-Wert etwas tiefer bei 5.5, auf Lehmböden etwas höher bei 7. Stellt man fest, dass der pH-Wert zu niedrig ist, muss man entsprechend kalken. Wie viel, ist auf den Verpackungen angegeben und ist bei allen Kalkarten unterschiedlich.
Da Kalk die Nährstoffe sofort mobilisiert, darf man nie gleichzeitig kalken und düngen. Kalken Sie mindestens vier Wochen vor dem Düngen. Streuen Sie den Kalk am besten im Februar auf die Beete. Im Fachhandel gibt es verschiedene Kalkprodukte. Für große Flächen ist der preiswerte kohlensaure Kalk ideal. Für den Gemüsegarten eignen sich Algenkalke oder Kalkprodukte wie Azet Vitalkalk, da sie Spurenelemente enthalten.
Obstgehölze schneiden
Bei frostfreiem Wetter bekommen die Obstgehölze den notwendigen Schnitt.
Jetzt sind keine Frostschäden mehr zu befürchten, und die Gehölze sind noch in der Saftruhe. Sobald die Schnittwunden "bluten", ist die Zeit zum Schneiden vorbei.
Rückschnitt von Gehölzen
An frostfreien Tagen sommerblühende Sträucher zurückschneiden. Frühlingsblüher erst nach der Blüte schneiden.
Ligusterhecken jetzt verjüngen
Die beste Zeit für einen radikalen Rückschnitt der Ligusterhecke ist im Spätwinter. Sie können die Triebe bis weit ins alte Holz kappen. Die Pflanzen treiben im Frühjahr wieder kräftige Jahrestriebe. Im Sommer folgt der zweite Schnitt.
Alte Blütensträucher auslichten
Alle drei bis vier Jahre sollte man ausgewachsene Ziersträucher auslichten, also tote Zweige und alte, knorrige Äste direkt über dem Boden abschneiden. Auch sehr dünne, schwache Triebe sollte man entfernen. Der Schnittzeitpunkt hängt von der Blütezeit ab. Im März lichtet man nur die im Frühsommer oder im Herbst blühenden Sträucher aus. Die Frühlingsblüher kommen erst nach der Blüte an die Reihe. Schneiden Sie nur an frostfreien Tagen, da bei Frost das Holz beim Schneiden splittern kann.
Behutsamer Rückschnitt an Strauch- und Kletterrosen
Damit Strauchrosen zu stattlichen Büschen wachsen, schneidet man sie nur wenig. Bei einmal blühenden Strauchrosen werden lediglich zu lange, überhängende Zweige eingekürzt und alte Triebe gekappt. Öfter blühende Strauchrosen können stärker zurückgeschnitten werden. Das fördert deren Sommerblüte. Bei Kletterrosen, egal ob einmal oder öfter blühend, reicht es, wenn man trockene Zweige des Vorjahres abschneidet und die Triebe, die über das Rankgerüst hinausragen, bogenförmig daran festbindet. Letzteres fördert die Bildung von Blütenknospen. Bei alten Rosen das älteste Holz entfernen.
Geranien zurückschneiden
Im Februar erwachen die kühl überwinterten Geranien langsam wieder zum Leben. Schneiden Sie nun alle Triebe der Sommerblume auf zwei bis drei Blattknoten zurück. Danach treiben die Pflanzen von der Basis her neu aus und wachsen zu kompakter Form heran. Ende des Monats topft man sie in frische Erde und stellt sie wärmer und heller.
So wachsen Gehölze sicher an
Obstbäume und Sträucher können den ganzen Winter über gepflanzt werden, sofern der Boden nicht gefroren ist. Das Pflanzloch sollte stets so breit sein, dass die Wurzeln ringsum nicht an die Erde anstoßen und doppelt so tief wie die Wurzeln lang sind. Schneiden Sie tote und abgeknickte Wurzeln ab. Außerdem sollten Wurzeln mit einem Durchmesser von über einem Zentimeter leicht gekürzt werden. Die feinen Faserwurzeln bleiben so wie sie sind. Wichtig: Bei veredelten Obstbäumen muss man darauf achten, dass die Veredlungsstelle über dem Boden liegt - im Gegensatz zu Rosen, wo sie unter der Erde bleiben sollte.
Gehölze mit Ballen werden generell eher etwas zu hoch als zu tief gepflanzt. Für das Füllen des Pflanzlochs empfiehlt es sich, spezielle Pflanzerde zu verwenden, die Wurzelbildung und Anwachsen fördert.
Nach dem Einfüllen wird die Erde rund um das Gehölz vorsichtig festgetreten. Formen Sie dabei einen Gießrand, damit das Wasser später nicht wegfließt.
Beerenobst jetzt noch pflanzen
Bevor die Knospen sprießen und der Neuaustrieb beginnt, können jetzt noch Johannis- und Stachelbeeren ohne Ballen, also wurzelnackt, gepflanzt werden. Wichtig: Kürzen Sie vor dem Pflanzen die Wurzelspitzen etwas ein und schneiden Sie die oberirdischen Triebe um die Hälfte zurück. So wachsen die Sträucher sicher an.
Schneeglöckchen zur Blütezeit pflanzen
Mit mehr Erfolg siedelt man Schneeglöckchen im Garten an, wenn man sie blühend pflanzt. Wer sie schon im Garten hat, sucht sich schwach blühende Exemplare, nimmt sie mit der Pflanzschaufel vorsichtig auf und teilt sie mit den Händen.
Wichtig: Die Teilstücke sofort wieder an anderer Stelle einpflanzen - die Wurzelballen dürfen nicht austrocknen. Warten Sie mit dem Verpflanzen nicht bis nach der Blüte, denn dann verschwinden auch bald die Blätter und man findet die Zwiebeln nicht mehr. Wer keine Schneeglöckchen im Garten hat und niemanden kennt, der ihm ein Teilstück abgibt, kauft im Blumengeschäft blühende. Den Topf vor dem Pflanzen in Wasser tauchen.
Tulpenzwiebeln setzen
Ist der Boden frostfrei, können noch Tulpenzwiebeln gesteckt werden.
Speisezwiebeln wollen früh nach draußen
Sie keimen bei Bodentemperaturen ab 2° C und können Ende des Monats gesät werden. Mitte Februar bis Anfang März Gemüsezwiebeln vorziehen. Die Aussaat auf Fensterbank oder im Frühbeet empfiehlt sich, da die dicken Zwiebeln nicht überall zu kaufen sind. Empfehlenswerte Sorten: »Exhibition« und »The Kelsae«. Wegen ihres süßen Geschmacks sind sie beliebt für Salate.
Erste Aussaat auf der Fensterbank
Damit Leberbalsam, Verbenen, Begonien und Spinnenpflanzen im Sommer Kästen und Kübel mit ihrem Blütenflor füllen, müssen Sie jetzt bereits ausgesät werden.
Außerdem: Auf der hellen, aber nicht prallsonnigen Fensterbank oder im Gewächshaus können jetzt Blumenkohl, Wirsing, Kopf- und Pflücksalate ausgesät werden. Auch die Aussaat des schmackhaften Spitzkohls muss jetzt erfolgen, wenn man ihn Ende Mai ernten will.
Unter Glas: Die ersten Erdbeeren im April
Sie brauchen dafür ein Gewächshaus, einen Wintergarten oder eine helle Veranda sowie mehrjährige Erdbeerpflanzen aus dem Garten. Diese graben Sie an einem frostfreien Tag aus, setzen sie in einen Tontopf, gießen sie kräftig an und stellen die Töpfe ins Warme. Bei 18-20 Grad treiben die Pflanzen neue Wurzeln und Blätter. Ende Februar beginnt bereits die Blüte. Wichtig: Weil die Bienen dann noch nicht fliegen, müssen Sie deren Arbeit übernehmen. Übertragen Sie mit einem Pinsel den Pollen einer Blüte auf eine andere. Kurze Zeit nach der Bestäubung bilden sich Früchte. Bereits Ende April sind die ersten Erdbeeren reif.
Zimmerpflanzen aus tropischen Früchten ziehen
Kerne exotischer Früchte haben oft eine dicke Schale und deshalb eine lange Keimdauer. Vor der Aussaat kann bei größeren Samen die Oberfläche mit Schmirgelpapier aufgeraut werden. Ebenso hilfreich ist die Dusche mit heißem Wasser.
Die Samen bleiben danach zwei Tage zum Aufquellen im Wasserbad liegen. Dann werden sie in kleine Töpfe mit Erde gelegt und an einen hellen, warmen Platz gestellt.
Kübelpflanzen-Check
Vergessen Sie nicht Ihre Kübelpflanzen im Winterquartier: Entfernen Sie jetzt verwelkte und kranke Blätter. Bevor Sie zur Gießkanne greifen, sollten Sie mit dem Zeigefinger die Feuchtigkeit der Erde prüfen. Fühlt sie sich auch in zwei cm Tiefe trocken an, braucht die Pflanze etwas Wasser.
Außerdem die Pflanzen im Winterquartier weiterhin regelmäßig auf Pilzbefall oder Schädlinge überprüfen. Wintertriebe sind besonders gefährdet für Schädlingsbefall, zum Beispiel durch Blattläuse. Bei ersten Symptomen befallene Pflanzenteile entfernen.
Becherprimeln lieben es kühl
Überall gibt es jetzt Becherprimeln (Primula obconica) zu kaufen. Damit sie lange Zeit blühen, darf der Topfballen nicht austrocknen. Außerdem müssen sie einmal in der Woche mit Blühdünger gedüngt werden. Primeln gedeihen am besten auf der Fensterbank in einem kühlen Zimmer: Optimal sind 15° C.
Zwiebelblumen im Zimmer kühl stellen
Zwiebelblumen wie Krokusse, Tazetten und Narzissen blühen im Zimmer umso länger, je kühler sie stehen. Zumindest nachts sollte man die Töpfe mit den angetriebenen Frühlingsblühern in einen kühlen Raum stellen.
Wenn die Zwiebelblumen nicht mehr schön aussehen, werden sie möglichst schnell in den Garten gepflanzt. Herrscht draußen Dauerfrost, stellt man sie erstmal kühl und gießt sie ab und zu, bis die Witterung mild ist. Pflanzen Sie sie dann samt Laub in den Boden. Geben Sie in das Pflanzloch ein paar Hornspäne, damit die Zwiebeln im Sommer Kraft tanken können.
Schildläuse von Zimmerpflanzen entfernen
Entdeckt man an einer Zimmerpflanze den Befall mit Schildläusen rechtzeitig, kann man den hartnäckigen Schädlingen mit einem Holzstäbchen und einem in Spiritus getränkten Wattestäbchen den Garaus machen. Die hell- bis dunkelbraunen Deckel und die Eier der Läuse werden damit abgestreift und in ein Stück Haushaltspapier gedrückt. Wichtig ist, dass man diese Prozedur sehr sorgfältig durchführt und sie wiederholt, bis man auch nach mehreren Wochen keine Schildläuse mehr findet.
Feuchte Luft hilft gegen Spinnmilben
Im Winter treten Spinnmilben bei Zimmer- und Kübelpflanzen leider sehr häufig auf. Die winzig kleinen Schädlinge sitzen meist auf der Blattunterseite. Bei sehr starkem Befall spinnen sie feine Netze zwischen Blättern, Trieben und Blüten. Spinnmilben vertragen aber keine hohe Luftfeuchtigkeit.
Besprühen Sie deshalb Ihre Pflanzen öfter mit einem Zerstäuber. Sie können die Spinnmilben auch chemisch bekämpfen (z.B. mit "Lizetan Plus"). Die Wirkung erhöht sich, wenn Sie die Pflanzen nach dem Besprühen in eine Folie hüllen und so die Feuchtigkeit einfangen.
Nistkästen für Vögel
Vögel im Garten tragen dazu bei, dass viele Schädlinge erst gar nicht zu einer Plage werden. Fördern Sie deshalb die Vögel durch das Aufhängen von Nistkästen in Ihrem Garten. Für verschiedene Vogelarten sind Nistkästen unterschiedlicher Bauweise geeignet. Bitte achten Sie beim Bau oder Kauf eines Nistkastens darauf. Nistkästen werden mit der Öffnung nach Osten aufgehängt, denn dann werden sie gern von den Vögeln angenommen.
Schutz vor der Februar-Sonne
An sonnigen Wintertagen mit Bodenfrost müssen empfindliche Immergrüne, Rhododendren und frisch gepflanzte Nadelgehölze vor der Sonne geschützt werden. Überdecken Sie die Pflanzen mit grünem Schattiergewebe (gibt es in Baumschulen) oder stellen Sie Bastmatten um die Pflanzen herum auf.
Leimringe abnehmen
Leimringe, die man im Herbst an den Stämmen der Obstbäume angebracht hat, sollte man im Februar wieder abnehmen. Andernfalls werden nützliche Insekten daran kleben bleiben, wenn sie am Stamm emporklettern.
Kontrollieren Sie den Stamm auch ober- und unterhalb des Leimrings auf Eigelege von Schädlingen. Mit einer Drahtbürste lassen sich diese leicht abbürsten.
Gartengeräte reparieren
Wer im Herbst keine Zeit hatte, Harke, Spaten und Grabegabel gründlich zu reinigen, sollte das jetzt nachholen und anschließend die Eisenteile mit Leinöl einreiben.
Teichwasser reinigt Terrakotta-Töpfe
Leuchten auf Ihren Terrakotta-Töpfen weiße Ränder, "blühen" Kalk und Dünger durch den porösen Ton. Wenn grüner Algenschleim oder Moos dazu kommen, ist die Schönheit der Töpfe dahin. Mit Bürste und Seife müssen Sie lange schrubben, um den Belag zu entfernen. Einfacher geht das, wenn Sie die Töpfe für eine Woche in den Gartenteich oder in eine Wanne mit weichem Regenwasser legen. So lösen sich Kalk und Schmutz - und man braucht nur noch etwas nachzuwischen.
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