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Schneeglöckchen haben Saison / Foto: dpa, Heiko Wolfraum

Schneeglöckchen haben Saison / Foto: dpa, Heiko Wolfraum
 

Der Garten im Februar

Stand vom 02.02.2012

Alte Blütensträucher auslichten
Alle drei bis vier Jahre sollte man ausgewachsene Ziersträucher auslichten, also tote Zweige und alte, knorrige Äste direkt über dem Boden abschneiden. Auch sehr dünne, schwache Triebe sollte man entfernen. Der Schnittzeitpunkt hängt von der Blütezeit ab. Im März lichtet man nur die im Frühsommer oder im Herbst blühenden Sträucher aus. Die Frühlingsblüher kommen erst nach der Blüte an die Reihe. Schneiden Sie nur an frostfreien Tagen, da bei Frost das Holz beim Schneiden splittern kann.

Behutsamer Rückschnitt an Strauch- und Kletterrosen
Damit Strauchrosen zu stattlichen Büschen wachsen, schneidet man sie nur wenig. Bei einmal blühenden Strauchrosen werden lediglich zu lange, überhängende Zweige eingekürzt und alte Triebe gekappt. Öfter blühende Strauchrosen können stärker zurückgeschnitten werden. Das fördert deren Sommerblüte. Bei Kletterrosen, egal ob einmal oder öfter blühend, reicht es, wenn man trockene Zweige des Vorjahres abschneidet und die Triebe, die über das Rankgerüst hinausragen, bogenförmig daran festbindet. Letzteres fördert die Bildung von Blütenknospen. Bei alten Rosen das älteste Holz entfernen.

Geranien zurückschneiden
Im Februar erwachen die kühl überwinterten Geranien langsam wieder zum Leben. Schneiden Sie nun alle Triebe der Sommerblume auf zwei bis drei Blattknoten zurück. Danach treiben die Pflanzen von der Basis her neu aus und wachsen zu kompakter Form heran. Ende des Monats topft man sie in frische Erde und stellt sie wärmer und heller.

So wachsen Gehölze sicher an
Obstbäume und Sträucher können den ganzen Winter über gepflanzt werden, sofern der Boden nicht gefroren ist. Das Pflanzloch sollte stets so breit sein, dass die Wurzeln ringsum nicht an die Erde anstoßen und doppelt so tief wie die Wurzeln lang sind. Schneiden Sie tote und abgeknickte Wurzeln ab. Außerdem sollten Wurzeln mit einem Durchmesser von über einem Zentimeter leicht gekürzt werden. Die feinen Faserwurzeln bleiben so wie sie sind. Wichtig: Bei veredelten Obstbäumen muss man darauf achten, dass die Veredlungsstelle über dem Boden liegt - im Gegensatz zu Rosen, wo sie unter der Erde bleiben sollte.
Gehölze mit Ballen werden generell eher etwas zu hoch als zu tief gepflanzt. Für das Füllen des Pflanzlochs empfiehlt es sich, spezielle Pflanzerde zu verwenden, die Wurzelbildung und Anwachsen fördert.
Nach dem Einfüllen wird die Erde rund um das Gehölz vorsichtig festgetreten. Formen Sie dabei einen Gießrand, damit das Wasser später nicht wegfließt.

Beerenobst jetzt noch pflanzen
Bevor die Knospen sprießen und der Neuaustrieb beginnt, können jetzt noch Johannis- und Stachelbeeren ohne Ballen, also wurzelnackt, gepflanzt werden. Wichtig: Kürzen Sie vor dem Pflanzen die Wurzelspitzen etwas ein und schneiden Sie die oberirdischen Triebe um die Hälfte zurück. So wachsen die Sträucher sicher an.

Ratgeber-Archiv

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Experte: Ulli Kaiser, Dipl. Gartenbauingenieur, Marquardt _öffnen