Stand vom 16.04.2013
Die Beziehung zwischen Brandenburg und seinen Störchen ist eine sehr innige. Die ersten Störche sind schon da, haben ihre Horste bezogen.
Wussten Sie, dass Brandenburg das bundesweit beliebteste Storchenland ist? Kein Wunder: 1300 Horste gibt es in Brandenburg.
Vor allem entbrennt immer wieder ein kleiner Wettstreit, wo der erste Adebar gesichtet wird.
Die vier schönsten Storchendörfer sind laut der "Welt":
- Rühstädt (bei Bad Wilsnack) in der Prignitz
- Linum (an der A24) in Ostprignitz-Ruppin
- Vetschau in Oberspreewald-Lausitz
- Rathsdorf (bei Bad Freienwalde) in Märkisch-Oderland
Dort gibt es Informationszentren und zum Teil kann man Störchen per Kamera ins Nest gucken. In der rechten Spalte finden Sie Links zu mehr Informationen über die Orte.
Ein Storch in Biegen bei Frankfurt/Oder sorgte, als er vor ein paar Jahren Jahren in Brandenburg eintraf, für viel Aufregung: er war blau! Auf blauen Nachwuchs konnte man allerdings nicht lange hoffen: Das Rätsel um die blaue Farbe war bald gelöst. Das Tier hatte seine Färbung ganz unspektakulär einer Industriefarbe zu verdanken, wie sie weltweit verwendet wird.
Übrigens wurde auch in Hamburg ein blauer Storch gesichtet - vermutlich hatte er die gleiche Flugroute.
Diesen Trabant-Horst montierte die Familie Jensch 1998 in Bechlin bei Neuruppin auf dem Mast in luftiger Höhe als Nisthilfe. Der Trabi wurde von den Störchen nach ihrer Ankunft aus Afrika sofort bezogen. Leider gibt es Trabi und Horst heute nicht mehr.
Am weitesten verbreitet ist eine alte Mär aus Skandinavien: Der Storch beißt die Frau, die guter Hoffnung ist, ins Bein. Die muss daraufhin das Bett hüten und der Storch bringt ihr das Baby.
Der Ursprung liegt vermutlich im beeindruckenden Miteinander der liebevollen, monogam lebenden Storcheneltern und ihrer Jungen.
Dazu kam, dass Störche oft an Teichen und Brunnen, in Sümpfen und Mooren zu sehen waren, wo sich nach altem Glauben die Seelen ungeborener Kinder aufhalten.
Wo die Störche sich im Winter aufhalten und welche Routen sie fliegen - um das herauszubekommen, hat der NABU insgesamt sechs Störche mit GPS ausgestattet. Die Zugrouten können im Internet verfolgt werden. Die Adresse finden Sie unten.
So schön aufgereiht auf historischen Mauern gehören Störche in Marrakech zum Stadtbild.





