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Tagestipp | 19.05.2017 - Achterbahn-Frühling - was der Garten jetzt braucht

Nach dem Achterbahn-Frühling haben die Garten- und Balkonpflanzen mehr als sonst zu kämpfen. Hier ein paar Praxistipps, was beim Durchstarten helfen kann.

Das Schöne am bisher etwas verhaltenen Frühlingswetter ist, dass alles noch wunderbar grün ist und z.B. die Tulpenblüte sehr lange gehalten hat. Die abgeblühten Stiele jetzt aber abschneiden, die Blätter stehenlassen und ein paar Krümel Dünger geben, damit die Zwiebeln regenerieren können.

Der späte Frost hat neben der Obstblüte auch den Hortensienaustrieb arg getroffen. Da muss man zurückschneiden und darauf bauen, dass von unten der Neuaustrieb kommt. Leider wird es dann in diesem Jahr nicht so üppigen Flor geben. Auch bei den Rosen kann es einige Triebspitzen erwischt haben. Diese ebenfalls abschneiden. Wenn sich die jungen Blätter einrollen, dann haben sich die Larven der Blattrollwespe eingenistet. Auch hier kräftig zurückschneiden, und die befallenen Blätter über den Hausmüll entsorgen. Selbst wenn die  gestutzten Rosen erstmal nicht so schön aussehen – sie treiben schnell wieder aus.
Man kann ein bienenunschädliches Schädlingsfrei-Mittel gegen saugende Insekten sprühen. Genauso, wenn der Buchsbaum vom Zünsler, diesem kleinen Schmetterling, der alles kahl frisst, befallen ist. Jetzt ist es optimal, die Larven zu bekämpfen. Man kann es auch mit Nützlingen biologisch versuchen. Die entsprechenden Mittel hat der Pflanzenschutzdienst aufgelistet. Siehe obenstehenden Kasten.

Ansonsten heißt es, ein bisschen Geduld mit den Pflanzen zu haben, weil einiges in den Startblöcken sitzengeblieben ist. Wenn die Sauerkirsche blüht, können die Knollen und Zwiebeln von Gladiolen, Dahlien und Lilien in die Erde. Den langstieligen Staudengewächsen wie z.B. dem Phlox kann die Triebspitze ausgeknipst  werden, dann wird die Pflanze buschiger und bringt mehr Blüten. Und wenn die verwelkten Blüten von Rhododendren und Azaleen vorsichtig entfernt werden, wird es im nächsten Jahr tolle Blüten geben.

Blumenwiesen werden vorerst nicht gemäht. Wer es noch nicht getan hat, sollte jetzt die Rasenfläche gründlich und kreuzweise vertikutieren und dann auch kahle Stellen ausbessern. Für das Nachsäen hochwertigen Rasensamen mit Sand vermischen. Einmal in der Woche mähen und den Rasenschnitt gleich als Mulch unter Obstbäume und Beerensträucher ausbringen.

Beitrag von Barbara Wolf

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