Frau mit einer Gruppe von Hunden beim Ausführen, Foto: Colourbox, BONZAMI
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Tagestipp | 12.10.2017 - Steuertipp: Gassi-Gehen als haushaltsnahe Dienstleistung

Finanzrichter haben entschieden, dass Betreuungskosten für einen Hund unter bestimmten Voraussetzungen als haushaltsnahe Dienstleistung anerkannt werden können. Auch wenn die Leistung die Begleitung beim Gassi-Gehen ist, das naturgemäß außerhalb des Hauses stattfindet…

Handwerker im Haus und haushaltsnahe Dienstleistungen bringen einen Steuervorteil. 20% von den Kosten bis zu maximal 4.000 Euro drücken ganz real unsere Einkommensteuern. Dazu gehören u.a. Malerarbeiten, Gartenpflege oder Heizungsreparatur – die Klassiker eben.
Seit Anfang des Jahres gibt es auch richtig gute Nachrichten für Hundebesitzer. Finanzrichter haben entschieden, dass das Ausführen von Hunden über die Grundstücksgrenzen hinweg eine Leistung mit einem unmittelbaren räumlichen Bezug zum Haushalt sei (FG Hessen, Urteil vom 1. Februar 2017, Az. 12 K 902/16).

Ganz offenbar sind die Richter vom Finanzgericht Hessen Hundefreunde. Es wurde jedenfalls entschieden, dass Betreuungskosten für einen Hund als haushaltsnahe Dienstleistung anerkannt werden können, auch wenn sie teilweise außerhalb des Hauses stattfinden. Das ist ja immer der Knackpunkt für das Finanzamt: wo werden die Leistungen erbracht. Passiert es in der eigenen Wohnung bzw. auf dem eigenen Grundstück, dann ist alles in Ordnung. Passiert es irgendwo anders, dann wird es nicht anerkannt. In dem aktuellen Urteil ging es um die Bewertung folgender Leistung:  zwei Stunden Gassi-Gehen, den Hund in die Wohnung zurückbringen, säubern und füttern. Also eine Leistung mit einem unmittelbaren räumlichen Bezug zum Haushalt. So wird der Hund zum Steuerspar-Modell.

Wenn Betreuungsleistungen für Tiere anerkannt werden sollen, ist das an Bedingungen geknüpft. Die Betreuung muss durch einen „Profi“ erfolgen. Der hat eine ordnungsgemäße Rechnung über die erbrachten Leistungen zu schreiben. Dazu gehören die Kosten fürs Ausführen des Hundes, die Fellpflege und Reinigung, evtl. auch das Füttern. Aber nicht die Kosten für Material oder Futter. Die Rechnung darf nicht bar bezahlt werden, sondern per Überweisung oder z.B. paypal. Der Kontoauszug muss in Kopie der Steuererklärung beigelegt sein.

Noch ist nicht endgültig entschieden, ob außer dem Gassi-Gehen noch weitere Betreuung für den Hund nachgewiesen werden muss, damit die Kosten anerkannt werden. Letztendlich wird das der Bundesfinanzhof entscheiden. Auf jeden Fall sollte man die Belege über die Ausführkosten aufheben. Experten meinen, das Urteil wird Bestand haben, weil das Gassi- Gehen zu den typischen Dingen gehört, die im Haushalt anfallen, wenn ein Hund zur Familie  gehört. Und die man an Dritte übergeben kann, wenn man sie selbst nicht erledigen kann.
Auch wer seine Katze während des Urlaubs in der eigenen Wohnung versorgen lässt, kann das als haushaltsnahe Dienstleistung abrechnen. Leer gehen allerdings Tierhalter aus, die z.B. während ihres Urlaubs die Dienste einer Tierpension in Anspruch nehmen.

 

Beitrag von Barbara Wolf

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