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Tagestipp | 07.12.2017 - Spenden - aber wer soll sie bekommen?

Vorweihnachtszeit – da freuen wir uns nicht nur auf Geschenke. Da geben viele von uns auch gern, besonders für den redensartigen Guten Zweck. Spendensammler wissen das und bitten auf allen Wegen um unser Geld. Mehr oder weniger aggressiv, mehr oder weniger vertrauenswürdig, mehr oder weniger seriös. Für uns heißt das: das Portemonnaie bleibt erst mal zu. Und wenn wir es öffnen, tun wir das bewusst.

Spenden werden zunehmend auch im Internet oder in den so genannten Sozialen Medien eingeworben.

Viele Webseiten sehen sehr professionell und vertrauenerweckend aus. Das sollte einen nicht täuschen!

Gut gemachte Internetseiten sind inzwischen kinderleicht zu erstellen. Also gilt es, sie genauer zu betrachten.

Was einen misstrauisch machen sollte: Vollmundige Darstellungen des Spendenanliegens. Appelle ans Gefühl ohne Fakten, die die Behauptungen untersetzen. Extrem zu Herzen gehende Fotos – oder im Gegenteil besonders drastische Bilder (etwa von gequälten Tieren oder hungernden Kindern). Denn: So verstörend das klingen mag: Gerade solche Bilder verletzen eher die Würde der Dargestellten und zielen bewusst auf unser Gefühl.

Seriöse Spendensammler haben andere Informations-Strategien, die sachlicher und faktenbezogener sind.

Vorsicht vor Seiten, auf denen gleichzeitig um Fördermitgliedschaften für die Organisation geworben wird, auf denen IBAN und BIC besonders auffällig platziert sind, auf denen prominent auch die Bezahlung per PayPal angeboten wird.

Man sollte auch das Impressum der Seite checken – dort muss ein Ansprechpartner und eine vollständige Adresse genannt sein.

Organisationen, die als „gemeinnützig“ anerkannt sind, verdienen unser Vertrauen eher als andere (dieses Kennzeichen allein reicht aber manchmal auch nicht aus).

Ebenso wie bei Straßensammlungen oder der Spendenwerbung per Post sollten wir vor einer Zahlung versuchen, so viel wie möglich über die Organisation zu erfahren.

Dazu sollte man die Jahres- oder Geschäftsberichte einsehen. Seriöse Spendensammler senden einem diese unproblematisch zu.

Besonders kritisch sollten wir bei Straßensammlungen sein – zumal diese nur noch in drei Bundesländern (und nicht in Brandenburg und Berlin) durch Behörden genehmigt werden müssen.

Es reicht, einen Verein zu gründen, diesem eine Satzung zu geben – und dann mit der Büchse loszuziehen. Die Büchsen müssen auch nicht mehr – wie vor Jahren noch – verplombt sein.

Der bessere Weg ist im Zweifel, die Sammler auf der Straße oder an der Haustür um Informationen zur Organisation zu bitten und später bewusst per Überweisung zu spenden.

Einen guten Anhaltspunkt bietet das so genannte Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen DZI.

Es wird nur auf Antrag und nach eingehender Prüfung vergeben und gilt als Garant für die Wahl förderungswürdiger Organisationen.

Derzeit dürfen von den 600.000 Vereinen und 22.000 rechtsfähigen Stiftungen gerade mal 230 dieses Siegel tragen.

Allerdings: Das DZI vergibt dieses Siegel nur an Organisationen, die einen Mindestbetrag an Spendengeldern generieren. Das bedeutet: Auch andere, nicht in der Liste erfasste Sammler können unter Umständen unser Vertrauen und unser Geld verdienen.

Beitrag von Susanne Selbmann

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