Bosse: Sunnyside, Albumcover: Vertigo Berlin (Universal Music)
Bosse: Sunnyside | Bild: Vertigo Berlin (Universal Music)

Album-Tipp | 11.09.2021 - Bosse: Sunnyside

Mit 16 hat er einfach mit der Schule aufgehört und macht seitdem nur noch Musik - seit 25 Jahren. Dass Corona ihn ausbremste, war für Bosse Fluch und Segen zugleich:

„Diese Zeit zuhause hatte zwei Vorteile: Einmal die Familie, und der Rollkoffer wurde weggepackt und dann saß ich eben hier und hatte wirklich Zeit für Musik - ich glaube, ungefähr wie damals vor meinem ersten Album. Da habe ich auch 24/7 nur Musik gemacht. Mein engster Freundeskreis hat mir sowieso schon seit zehn Jahren nahegelegt, vielleicht ein halbes Jahr lang einfach mal zuhause zu bleiben und nicht immer unterwegs zu sein. Und das hatte alles in allem auch was Gutes.“ (Sänger Aki Bosse im Interview)

Sein neues Studioalbum „Sunnyside“ entstand zum größten Teil genau in der Zeit des Lockdowns. Wer auf der Suche nach Songtexten mit Anspruch ist, der ist bei Aki Bosse goldrichtig. Dann darf es auch mal etwas länger dauern mit dem Finden der richtigen Wortwahl bei den Songs:

„Texten ist eine absolute Fleißarbeit. Früher habe ich einfach nur so rausgehauen, aber mittlerweile brauche ich richtig viel Zeit. So Texte wie im Song „Paradies“ - da brauche ich so etwa ein halbes Jahr für, nicht jede Sekunde, aber ich hole den immer wieder raus und gucke und warte einfach ab - bis was Besseres kommt und bis ich irgendwie zufrieden bin.“ (Sänger Aki Bosse im Interview)

Und musikalisch warten auf die Fans einige Überraschungen auf dem achten Album „Sunnyside“: Synthesizer-Sounds gepaart mit einigen Akustik-Versionen & Live-Mitschnitten. Das muss vorerst auch reichen, denn auf Tour geht Axel „Aki“ Bosse erst 2022 und wird im April auch Berlin ansteuern.

Beitrag von Christofer Hameister