Ella Endlich: Sternenschwimmer - Albumcover
Ella Endlich: Sternenschwimmer - Albumcover | Bild: Warner

Album-Tipp | 25.06.2022 - Ella Endlich: Sternenschwimmer

Mit „Sternschwimmer“ hat Ella Endlich einen weiteren, großen Schritt vom Schlagerstar hin zu deutschsprachigem Pop vollzogen, ohne damit dem Schlager abzuschwören. Natürlich bleibt sie die Märchenprinzessin („Küss mich, halt mich, lieb mich“ / Aschenbrödel), längst aber überzeugte sie auch als Samba Queen bei „Let‘s Dance“, als Zebra bei „The Masked Singer“ und in der Jury von DSDS. Sie ist Sängerin und Tänzerin, sie ist Songwriterin und eine umtriebige Kreative – und doch versuchen Menschen noch immer, eine Schublade für sie zu finden.

Ihre Vielseitigkeit stellt sie jedoch auch mit ihrem neuen Album „Sternschwimmer“ unter Beweis. „Wo zieht es meine Stimme hin?“, fragte sie sich. „Ich habe meine Komfortzone verlassen, um andere Klänge zu finden. Ich habe mir jede Freiheit genommen, meine Stimme neu zu entdecken und mit anderen Stilen zu spielen.“ Zweieinhalb Jahre hat Ella Endlich an dieser CD gearbeitet, 15 neue Songs sind entstanden. Dabei bewertet sie Schlager nicht negativ, im Gegenteil. Und auch Pop bedeutet nicht automatisch, dass alles besser ist. „Aber es ist einfach das größere Becken, in dem mehr Farben erlaubt sind.“
Wenn man sie nach dem Wichtigsten fragt, verweist sie vor allem auf die Texte, beispielsweise bei der Power-Ballade „Träum dich groß, träum dich weit“. Dazu sagt sie: „Es geht es um die Frage, was man seinem 14-jährigen Ich sagen würde. Und um das Geben von Kraft.“ So auch in „44 Tage“, einem Song über eine Reise, die sie zu wichtigen Erkenntnissen geführt hat: „Mir ist bewusst geworden, wie verschwenderisch ich umgegangen bin, als ich die Umweltverschmutzung in Asien sah.“ Sie hat sich und ihre Welt daraufhin geändert: „Wie ich jetzt lebe, wie ich Kleidung kaufe, wie ich mich ernähre …

So wird „Sternschimmer“ zu einem Bilderbuch der Zeit, vielfältig und facettenreich, voller Veränderung, der intensiven Gefühle und der neuen Einsichten.

Beitrag von Frank Schroeder