Silly: Instandbesetzt, Albumcover: Electrola (Universal Music)
Silly: Instandbesetzt | Bild: ‎ Electrola (Universal Music)

Album-Tipp | 02.10.2021 - Silly: Instandbesetzt

Nach dem großen Erfolg der Silly-Tournee 2019 „10 Alben, 10 Städte, 10 Shows“ fragten die Fans immer lauter: Wann gibt es diese neuen Song-Versionen der Tour endlich auch auf einem Album? Nun ist es soweit. Aber nicht als live-Mitschnitt, sondern als Neuproduktionen mit den beiden neuen Sängerinnen AnNa R. und Julia Neigel.

„Instandbesetzt“ ist jedoch keine Best-of im herkömmlichen Sinne, denn bis auf wenige Ausnahmen („Verlorne Kinder“ und „Wo bist du“) etwa konzentriert sich diese CD eher auf die heimlichen Hymnen, die nicht jeden Tag im Radio laufen.

Das sind dann Titel wie „Unter’m Asphalt“, „Leg mich fest“ oder „Puppe Otto“. Klassiker wie „Die wilde Mathilde“ bekommen mit der rauchig-kraftvollen Stimme Julia Neigels noch einem eine ganz neue Dynamik. Ergänzt werden die Song von einst durch drei neue Titel, von denen „Werden und Vergehn“ Beginn und Ende einer großen Liebe in poetischen Bildern symbolisiert, „Hamsterrad“ einen kritischen Blick auf unsere hektische Zeit wirft und „Lautes Schweigen“ dazu aufruft, den Mund aufzumachen.

Das Album-Cover ziert dieses Mal ein Haus aus Bauklötzen, von denen einer leicht verschoben ist. Gitarrist Uwe Hassbecker interpretiert das so: „Silly ist für uns wie ein Haus, an dem schon so einige Architekten und Bauherren gewerkelt haben. Ein Haus mit einer guten Bausubstanz, das wir stetig erweitert, modernisiert und erhalten haben. Ein buntes, freundliches und warmes Haus mit knarrendem Parkett, hellen Räumen und mit einer spannenden Geschichte, die die Wände atmen. Unser instandbesetztes Haus ist für uns ein Schmuckstück und ein Zuhause.“

Beitrag von Frank Schroeder