Album der Woche | 15.05.2021 - Stefanie Heinzmann: Labyrinth

Vor 13 Jahren ging es los: Stefanie Heinzmann gewinnt Stefan Raab’s Castingshow: SSDSDSSWEMUGABRTLAD. Seitdem ist viel passiert: Vor allem die Haare waren mal lang - mal mittel - nun kurz. Die blonde Fast-Glatze ist ihr Markenzeichen geworden und aktuell zu begutachten: in der TV-Sendung „Sing meinen Song - das Tauschkonzert“. Dort singt sie u.a. Songs von Johannes Oerding und DJ Bobo.

Vor allem musikalisch hat sich Stefanie Heinzmann in den vergangenen Jahren ausprobiert, doch ihr neustes, sechstes Studioalbum stand eigentlich nicht auf der Agenda.

Im Antenne Brandenburg Interview sagte sie: „Eigentlich war ich noch überhaupt nicht bereit für neues Album. Das Album „Labyrinth“ war wirklich nicht geplant und das macht es so besonders. Letzten Sommer wollte ich eigentlich noch auf Festival-Tour gehen und spielen, spielen, spielen und dann ist das alles ausgefallen und da hatten wir so viel Zeit und dachten uns: Okay, komm lass uns einfach ins Studio gehen; wir schreiben jetzt einfach ein paar Songs - vielleicht wird irgendwie eine Single draus. Wir haben dann so viele Sessions gemacht, die alle so gut gelaufen sind, dass wir irgendwann im Herbst uns zusammengesetzt haben und dachten: Krass, ich glaube, dass gerade aus Zufall ein Album entstanden ist.“

Tatsächlich hat man das Gefühl: Hier kommt alles in einen Topf, was in Gedanken im Kopf war. Mal klingt die Musik, wie ein 80er-Synthie-Pop-Klassiker, mal stimmt Stefanie Heinzmann butterweich eine Ballade an, und sie verzichtet auch nicht auf Electro-Beats. Was geblieben ist: Die Soul-Stimme der 32jährigen. Und die Texte? Die Schweizerin präsentiert sich gewohnt optimistisch und positiv gestimmt: Mal etwas probieren im Leben und Eigenverantwortung übernehmen - das sind die zentralen Kernbotschaften.

Im Antenne Brandenburg Interview sagte sie: „Der Song „Labyrinth“ ist der Titelsong von dem Album und es geht darum, dass sich das Leben manchmal wirklich ein bisschen wie ein Labyrinth anfühlt: Man landet in Sackgassen und weiß nicht wohin. Es geht schlussendlich darum, Verantwortung zu übernehmen und sich von Dingen zu lösen, die einem nicht gut tun und Dinge zu tun, die einem gut tun und wirklich Verantwortung für sein Leben, Handeln und auch für sein Denken zu übernehmen.“

Ihr neues Album ist alles andere als eine Einbahnstraße! Die Songs machen Lust auf mehr und haben immer einen optimistischen Anspruch: vielleicht gutes Omen für einen unbeschwerten Sommer. Wer weiß?!

Beitrag von Christofer Hameister

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