Bon Jovi: 2020, CD-Cover: Island (Universal Music)
Bon Jovi: 2020 | Bild: Island (Universal Music)

Album der Woche | 17.10.2020 - Bon Jovi: 2020

Eigentlich sollte das neue Album der Band Bon Jovi bereits im Mai erscheinen, doch dann machte Corona dem einen Strich durch die Rechnung. Doch nun ist es so weit: fetter Rock trifft auf einige Balladen.

Bon Jovis Sound ist der typische, den wir von der Band erwarten können, insofern gibt es da keine große Überraschung. Aber die Texte, die haben es mal wieder in sich. Wer da als Albumtitel schon das aktuelle Jahr darüberschreibt, der kann ja nicht anders, als dieses verrückte Jahr dann auch thematisch zu verarbeiten.

Bandchef Jon Bon Jovi sagt dazu: „Es kommen eine Menge Themen darin vor. Angefangen bei sozialen Ängsten und Stresstraumata von Soldaten, die aus dem Krieg zurückkommen, das sogenannte posttraumatische Stresssyndrom, das ist ein Song für einen Dokumentarfilm über Kriegsveteranen gewesen, andere Themen in den Songs sind die Umweltkrise nicht nur in Amerika, die Trump-Administration im Weißen Haus, Gewalt gegen Schwarze, also da sind ganz viele soziale Themen auf dieser CD vertreten, es ist nicht nur eine reine Rock-Platte.“

Auf alle Fälle ist es eine, die die offensichtlichen Missstände in den USA und anderswo sehr deutlich benennt. So viel Sozialkritik auf einem einzigen Album war selten irgendwo zu hören, in der geballten Form nicht mal auf den 14 Vorgänger-CDs von Bon Jovi. Dennoch kommt das als richtige Einheit daher, nicht als Sammelsurium, obwohl die Themenauswahl ja nun wirklich sehr vielfältig ist, in diesem Jahr 2020: „Als mich diese Themen getroffen haben, als ich angefangen habe darüber zu schreiben, hätte ich noch über ganz andere Themen philosophieren können. Globale Erwärmung zum Beispiel. Aber das was jetzt auf der Platte vertreten ist, das war damals am stärksten in meinem Fokus, das war mein roter Faden. Denn ich bin einer von der alten Schule: Eine Platte muss für mich einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende haben. Ich meine damit: eine Struktur, kein größeres Durcheinander. So ist das Leben schließlich strukturiert, die Liebe und alle Dinge, die auf unserer Welt passieren.“

Beitrag von Frank Schroeder

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