Chris de Burgh: The Legend Of Robin Hood, Albumcover: Telamo (Warner)
Chris de Burgh: The Legend Of Robin Hood | Bild: Telamo (Warner)

Album der Woche | 18.09.2021 - Chris de Burgh: The Legend of Robin Hood

Chris de Burgh widmet sich auf seinem neuen Konzeptalbum einer echten Legende: "The Legend Of Robin Hood". Die Grundlage dazu bildet die Zusammenarbeit mit einem Musicalteam aus Fulda, für die der Sänger ein paar Titel geschrieben hat. Aus den etwa 8 Songs wurden 22, die Chris de Burghs ganz eigene Geschichte von Robin Hood erzählen.

Auf seinem 27. Studioalbum gibt sich Chris de Burgh als Troubadour und unterhaltsamer Geschichtenerzähler. Er verbindet packendes Storytelling mit großen, aufregend instrumentierten Melodien und emotionalem Tiefgang.

Bekannt ist de Burgh ohnehin für seine lyrischen Balladen, in denen er von einer besseren Welt singt - das behält er auch auf der neuen Platte bei. In "Legacy" heißt es: "Ein einziges Licht kann in der Dunkelheit verloren gehen, aber eine Million Lichter werden in der Welt leuchten."

Anders als beim vorherigen Konzeptalbum "Moonfleet" (2010) zur gleichnamigen Erzählung gibt es auf "The Legend of Robin Hood" keine gesprochenen Zwischentexte, stattdessen immer wieder kürzere Songs, die als Bindeglied fungieren.

Mittendrin auf "The Legend of Robin Hood" covert sich der Sänger selbst mit einer leicht abgewandelten Version von "Light a fire" (1982, "The Getaway").

Als Albumvorboten schickte Chris de Burgh Anfang Juli den positiven Ohrwurm "Live Life Live Well", in dem es vor allem darum geht, sich selbst zu mögen. Dieser Song ist ihm quasi zugeflogen, was man von der allgemeinen Albumproduktion nicht unbedingt sagen kann:

"Anfangs dachte ich, für ein Musical zu schreiben, wäre leicht, ist es aber keineswegs. Es ist so anders! Musicallieder sind nicht nur 3-4 Minuten lang wie ich es sonst gewöhnt bin und zwischendurch wird gesprochen. Es war ein wirklich interessanter Lernprozess!", erzählt der irische Sänger im Interview.

Während des Schreibprozesses hat sich Chris De Burgh anscheinend immer wohler im Sherwood Forest gefühlt und mehr Gefallen am Musicalthema gefunden, denn zusätzlich zum Album hat er auch eine kleine Geschichte, seine ganz eigene Legende von Robin Hood, geschrieben, die er nun ebenfalls veröffentlichen möchte.

Beitrag von Tina Knop

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