Eric Clapton: Nothing But the Blues, Albumcover: Reprise Records (Warner)
Eric Clapton: Nothing But the Blues | Bild: Reprise Records (Warner)

Album-Tipp | 02.07.2022 - Eric Clapton: Nothing But the Blues

1995 gab es den Konzert-Dokumentarfilm „Nothing But The Blues“ über Eric Clapton, produziert von Martin Scorsese. Auf dem gleichnamigen, nun veröffentlichten Album finden sich vorwiegend bisher unveröffentlichte Titel aus dem Umfeld dieses Films, aufgenommen 1994 in San Francisco.

Selten zuvor hat man Eric Claptons Leidenschaft für den Blues in einer so ausgeprägten Form erleben können, er sagt dazu: „Was der Blues für mich bedeutet ist, dass er immer meine Motivation war, ich habe mich ihm zugewandt, er ist meine Inspiration und Entspannung. In allen meinen Lebensphasen habe ich immer im Blues einen sicheren Hafen gefunden. Im Blues.

Als diese Aufnahmen 1994 entstanden, hat Eric Clapton ausführlich über seinen musikalischen Weg durch allerlei Genres hin zum Blues-Rock nachgedacht, und schließlich war ihm klar: Keine Kompromisse mehr. Ich mache jetzt Blues, sonst nichts. Er sagte: „Das war eine interessante Erfahrung und ein Beweis: Ich weiß jetzt, das bin wirklich ich. Diese Aufnahmen zu machen voller Blues zeigt alles über meine Einflüsse und mein Erwachsenwerden. Jenseits vom Pop. Ich hatte anfangs immer ein wenig Angst davor, den Blues für mich anzuerkennen und mir gegenüber selbst ehrlich zu sein. Ich glaube auch, dass das ziemlich normal ist, jeder ist so, da bin ich nicht der einzige. Aber jetzt will ich’s wirklich wissen mit dem Blues, und ich habe das merkwürdige Gefühl, nicht zu wissen, wie lange das andauern wird.“

Inzwischen schreiben wir das Jahr 2022, Eric Clapton ist inzwischen 77 Jahre alt und die Frage, wie lange das mit dem Blues dauern könnte, ist leicht zu beantworten aus heutiger Sicht: Bis in die Gegenwart!

Beitrag von Frank Schroeder