James Blunt: Once Upon A Mind, CD-Cover: WMG
James Blunt: Once Upon A Mind | Bild: WMG

Album der Woche | 26.10.2019 - James Blunt: Once Upon A Mind

Mit “Once Upon A Mind” veröffentlicht James Blunt sein bisher wohl persönlichstes Album. Es gleicht einer reflektierten Reise zu sich selbst und seinen musikalischen Anfängen. Song für Song erzählt uns der britische Weltstar von seinen Erfahrungen, die er im Laufe seines Lebens und seiner bemerkenswerten Karriere gemacht hat.

Schon der erste Single-Vorbote “Cold” von James Blunt´s neuem Album bringt ihn im offiziellen Musikvideo an den Ort zurück, wo alles mit “You’re Beautiful” vor 14einhalb Jahren begann. Damals war er befreit von seinen Habseligkeiten von der Klippe ins Meer gesprungen, nun taucht er wieder auf und klettert (ohne Stuntdouble!) hinauf.

Das Album „Once Upon a Mind“ knüpft nicht nur bildlich, sondern vor allem auch emotional und musikalisch an das Debutalbum "Back to Bedlam" an. James Blunt erklärt:

 „Mein Debut war ein sehr persönliches Album. Danach kam der Erfolg, Sichtbarkeit und tolle Erfahrungen. Aber dazu gehörten auch einige Schwierigkeiten aufgrund des Ruhms und natürlich der Druck, nun für ein Publikum zu schreiben. Daher waren die Lieder nicht mehr ganz so ehrlich.“

Doch nun seien Dinge passiert, die viel wichtiger waren als das Publikum. Es gab Lieder, die einfach von ihm gesungen werden mussten, für Menschen, die ihm nahestehen, erzählt der Singer-Songwriter eindringlich im Interview.

So sind auf seinem sechsten Studioalbum vor allem wieder sehr ehrliche Lieder und die schrieben sich fast von allein:

"Wenn man singt, was man fühlt, ist es leichter. Die meisten Lieder habe ich an nur einem Tag geschrieben!" und das in guter alter Singer-Songwriter-Manier, oft nur am Piano oder mit der Gitarre in der Hand.

Das persönlichste unter den insgesamt 11 neuen Liedern ist die gerade erst veröffentlichte Single "Monsters". Die zu Tränen rührende Ballade widmet James Blunt seinem schwerkranken Vater: “... den ich als Kind vergöttert habe, der mein bester Freund im Erwachsenenleben war und der jetzt dringend eine Spenderniere braucht.”

Neben schmerzvollen Erfahrungen wie diesen und den Wunsch, die Zeit anhalten zu können, singt James Blunt darüber, wie er früher war, was er alles erlebt hat. Das alles davon ihn zu dem Mann gemacht hat, der er heute ist. Er ist angekommen, erzählt er zufrieden. Umso schwerer fällt es ihm, seine Frau und Kinder zurück zu lassen, wenn er auf Tour geht.  Trotzdem macht er sich im Frühjahr 2020 wieder auf den Weg, auch in deutsche Konzerthallen.

Beitrag von Tina Knop

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