Leslie Clio: Brave New Woman, Albumcover: Sony Music/House of Clio (Sony Music)
Leslie Clio: Brave New Woman | Bild: Sony Music/House of Clio (Sony Music)

Album-Tipp | 12.02.2022 - Leslie Clio: Brave New Woman

Leslie Clio, die hoch gelobte einstige Newcomerin mit Top15-Chartplatzierungen, Echo-Nominierung als beste deutsche Künstlerin, Gold-Auszeichnung und Konzerten vor riesigem Publikum, meldet sich mit einem neuen Album zurück. Die CD heißt „Brave New Woman“ – also soviel wie "Tapfere neue Frau".

Zum ersten Mal ist hier auch 100 Prozent Leslie Clio drin, „Brave New Woman“ ist in kompletter Eigenregie der Künstlerin entstanden, sie wollte einfach selbst entscheiden, welche Songs in welcher Reihenfolge aufs Album kommen, mit wem sie zusammenarbeiten wollte und wie die Songs produziert werden sollen. Und so zeigt sie uns, was sie drauf hat: Von sanften Klavier-Balladen über eingängige Pop-Nummern bis zu fett orchestrierten Balladen – alles ist vertreten. Leslie Clio ist endgültig erwachsen geworden. Sie selbst sieht das so:

Hier dreht sich wirklich alles um Selbstermutigung und Selbstermächtigung. Darum, auf sich selbst zu setzen, seine Frau zu stehen. Es ist ein sehr nach innen gerichtetes Album. Man weiß, wer man ist, und bleibt das bedingungslos.“

So wichtig es Leslie Clio war, die zentralen künstlerischen Entscheidungen rund um „Brave New Woman“ selbst zu treffen, war es ihr auch, im weiteren Verlauf in Management, Vermarktung und Promotion mit einem reinen Frauenteam zu arbeiten. „Es ärgert mich, dass Frauen in unserem Business immer noch so unterrepräsentiert sind“, sagt sie. „Der einzige Weg aus dieser patriarchalischen Sackgasse besteht darin, Frauen einzustellen, simple as that. Ich bin megastolz, dass in meinem Team so ein Haufen toller Frauen zusammengekommen ist und ich das möglich machen konnte.“

So sind elf neue Songs entstanden, die auch musikalisch ein weites Spektrum abdecken: Kraftvoller Pop trifft auf Klavierballaden, fette Orchesterarrangements auf leise Töne. Soul, Pop, R&B und elektronische Einflüsse bilden hier immer noch die Basis, auf der Leslies unverkennbarer Gesang thront.

Beitrag von Frank Schroeder