Marc Almond: Shadows and Reflections , CD-Cover Warner
Marc Almond: Shadows and Reflections | Bild: Warner

CD-Tipp | 04.11.2017 - Marc Almond: Shadows and Reflections

Marc Almond, der große Barde aus England, ist doch tatsächlich schon 60 geworden! Viele können sicher seinen Nummer 1-Titel "Something’s gotten hold of my heart“ mitsingen, damals im Duett mit Gene Pitney aufgenommen ! Marc Almond hat jetzt ein neues Album veröffentlicht, das heißt „Shadows and Reflections“.

Darauf finden sich Coverversionen von Pop- und Liebesliedern aus den 60er Jahren, neu interpretiert mit Orchester in vollem Panoramasound. Da standen nun tausende Songs zur Auswahl, aber Marc Almond hat in einem monatelangen Prozess genau die ausgesucht, die ihm wie auf den Leib geschneidert erschienen. Wenige bekannte, hauptsächlich längst vergessene Songs aus dem 60ern.

Aber warum gerade die 60er Jahre? Marc Almond: „Ich habe Lieder aus einem Jahrzehnt ausgewählt, in dem ich aufgewachsen bin. Das ist Musik, die ich liebe, die erste Pop-Musik, die ich damals hörte, die dann auch irgendetwas für mich bedeutete. Das war die Zeit der fett orchestrierten Popmusik, große Stimmen und große Orchester, diese dunklen Streicherklänge. Deswegen bin ich zurückgegangen in die 60er Jahre auf der Suche nach großartigen Coversongs.“

Ausgewählt hat Marc Almond zum Beispiel "Blue on Blue“ von Burt Bacharach oder "Still, I’m sad“, im Original von den Yardbirds; auch "From The Underworld“, im Original von Peter Frampton, oder "How Can I be shure“ von den Young Rascals, das später auch durch David Cassidy berühmt wurde.

All diese älteren Lieder klingen hier, in der Bearbeitung von Marc Almond, als wäre es die Musik zu einem Italo-Western aus den späten 60ern. Er selbst versichert: "Genau so wollte ich es auch haben. Es sollte so klingen wie ein Film-Soundtrack oder wie für eine große Show gemacht. Ich habe mir immer vorgestellt, ich würde eine große Show konzipieren, also mit Anfang, Mittelteil und furiosem Ende. Ich wollte den Eindruck vermitteln, in einem Film der 60er Jahre zu sein. Dazu das Gefühl, die Nadel auf die rotierende Schallplatte zu setzen, die dich mitnimmt auf die große musikalische Reise.“

Beitrag von Frank Schroeder

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