CD-Cover: The Pretenders - Hate for Sale, Quelle: BMG Rights Management (Warner)
CD-Cover: The Pretenders - Hate for Sale | Bild: BMG Rights Management (Warner)

Album der Woche | 22.08.2020 - The Pretenders: Hate for Sale

40 Jahre ist es nunmehr her, dass das Debüt-Album der Pretenders erschienen ist, und kaum war es raus, stürmte es damals auch schon an die Spitze der britischen Charts. Seither gab es viel Auf und Ab bei den Pretenders und Sängerin Chrissie Hynde wird nächstes Jahr 70 Jahre alt. Aber Rock’n’Roll und Punk liegen ihr wohl noch immer in den Knochen, wie man auf dem jüngsten Album der Pretenders gut nachhören kann: „Hate for Sale“ – Hass zu verkaufen.

Ganz am Anfang des Albums wird bei den Pretenders schon die Richtung vorgegeben: Zurück in die Zukunft! Punkrock, unperfekt, ungeglättet. Danach beginnt das Sammelsurium. Das reicht von Balladen über recht hübsche Popsongs bis hin zu einem Hauch von New Wave Reggae. Aber so waren die Pretenders eigentlich schon immer: Sie wollten und konnten sich einfach alles erlauben. Und Rock’n’Roll bleibt eh Rock’n’Roll, sagt Sängerin Chrissie Hynde: „Rock’n’Roll ist wie eine artistische Nummer. Da verändert sich nicht viel, das bleibt immer gleich die ganze Zeit. Es sind nur drei Akkorde, und das wichtigste ist einfach der Spaß! Für das neue Album habe ich zum ersten Mal alle Songs gemeinsam mit unserem Gitarristen James Walbourne geschrieben. Jahrelang hatten wir kein gemeinsames Zeitfenster jenseits von Tourneen gefunden. Aber nun! Und es war großartig. Es hat sich angefühlt, als würde man sein Lieblingspaar Stiefel anziehen.“ „Hate for Sale“ enthält also das komplette Pretenders-Universum, die Gitarren mal perlend, mal krachend, die Gefühle der 80er!

Beitrag von Frank Schroeder

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