Justizvollzugsanstalt Luckau-Duben, Foto: imago/Rainer Weisflog
Hier können Sie die Sendung bis sieben Tage nach Ausstrahlung nachhören. | Bild: imago/Rainer Weisflog

Pique Dame | 26.11.2017 - Mütter hinter Gittern – von ihren Kindern getrennt

Antenne-Reporterin Sybille Seitz hat mit Müttern hinter Gittern über die Zeit der Trennung gesprochen, darüber, was es heißt inhaftiert zu sein und über die Chance, die sich dadurch für ihr weiteres Leben bietet.

Die Haft ist ein ungewollter Abnabelungsprozess

Die Justizvollzugsanstalt Luckau-Duben ist die modernste und mit über 300 Haftplätzen die drittgrößte Justizvollzugsanstalt des Landes Brandenburg. Und sie ist das einzige Gefängnis in Brandenburg, in dem auch Frauen untergebracht sind. 83 sind hier derzeit inhaftiert - wegen Drogenmissbrauch, Beschaffungskriminalität bis hin zu lebenslang wegen Mord.

Insgesamt sind etwa drei bis sechs Prozent der Inhaftierten in Deutschland Frauen.

Etwa 2/3 von ihnen sind Mütter, haben ein oder mehrere Kinder zwangsläufig in andere Hände geben müssen. Zu Verwandten, in Pflegefamilien oder Heime.

So wie Sabine und Paula. Die eine sitzt wegen Beschaffungskriminalität für knapp zwei Jahre ein, die andere wegen Kindstötung lebenslang. Beide haben drei Kinder, die nun von Verwandten und Pflegefamilien betreut werden und die sie nur etwa ein Mal im Monat sehen können.

Eine harte Zeit, aber „der Knast hat mich gerettet“, sagt Sabine, die hinter Gitter von ihrer Drogensucht losgekommen ist, ein Muttercoaching gemacht hat und sich nun auf ihre Haftentlassung und ihren Neuanfang mit ihren Kindern freut.

Wiederholung vom 22.01.2017

Beitrag von Sybille Seitz

Pique Dame, Foto: Antenne Brandenburg

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