Elch "Börni" im Wildgehege Kleptow
Bild: rbb|Katja Geulen

"Börni" gehts im Wildgehege Kleptow gut - Templiner Elch hat jetzt einen Namen

Der Elch, der am 22. September im Templiner Stadtgebiet für Aufregung sorgte, ist auf den Namen "Börni" getauft worden. Börni steht für den Tierarzt Ingo Börner. Er hatte den Elch mit einem Narkosegewehr in die Träume geschickt und ihm so vermutlich das Leben gerettet.

Sie erinnern sich eventuell an das tragische Ende des Wisents, das bei Lebus einfach erschossen wurde und damit eine Lawine der Trauer und Empörung ausgelöst hat. Damit dasselbe Schicksal nicht den Elch erreilt, der vor einigen Wochen in Templin in Vorgärten und Gemüsebeeten rumtollte, wurde der zwar auch angeschossen, aber mit einem Narkosegewehr.

Templins Bürgermeister Detleff Tabbert bei Elch "Börni"
Bild: rbb|Katja Geulen

Neue Heimat Kleptow

Dann wurde das 200 Kilo schwere Tier in das Wildgehege Kleptow transportiert. Jetzt frisst der Elch wieder ganz munter auf den dortigen Weiden. Und einen Namen hat er auch schon. Börni soll der Elch heißen - und zur Taufe sind Templins Bürgermeister Detlef Tabbert und zwei Drittklässler der freien Naturschule am Mittwoch nach Kleptow angereist.  

Elch am Apfelbaum in Templin
Bild: rbb|Uwe Werner

Schulkinder haben Elch-Namen ausgewählt

Die beiden Jungen sind heute stellvertretend für ihre Klasse hier. Im September war der Elch unter anderem auf ihrem Schulgelände in Templin unterwegs - und die Kinder hatten den Gewinner-Namensvorschlag eingereicht: Börni steht für den Tierarzt Ingo Börner. Und wahrscheinlich verdankt Börni auch Börner sein Leben - denn der hatte den etwas zu wenig scheuen Elch mit einem Betäubungsgewehr aus dem öffentlichen Verkehr gezogen und zum Wildtierzüchter Golz nach Kleptow gebracht.

Templins Bürgermeister Tabbert fotographiert "seinen" Elch Börni
Bild: rbb|Katja Geulen

Börni fühlt sich in Kleptow wohl

Der anderthalbjährige dunkelbraune 200 Kilo-Elchbulle ist nun "vergesellschaftet", wie Elchzüchter Tomas Golz es nennt. Börni bewohnt mit weiteren Elchen ein ca. 10 Hektar großes Gehege in Kleptow und verputzt dort jeden Tag bis zu 6 Kilo Kraftfutter und bis zu 50 Kilo Holz. Am liebsten hat er wohl Weidenäste, meint Thomas Golz. Auswildern kann man ihn nicht mehr, dazu zeigt er zu wenig Scheu vor Menschen, erklärt Templins Bürgermeister Detlef Tabbert: "Wir haben auch mit dem Kreistierarzt und der Unteren Naturschutzbehörde gesprochen: Wir gehen davon aus, dass der Elch hier bei Herrn Golz bleiben darf und die nächsten Jahre mit Artgenossen, also naturnah leben kann", so Tabbert.

Elch-Bulle "Börni" in der Uckermark
Bild: rbb|Katja Geulen

Börni-Fans müssen sich nun aber noch etwas gedulden: für Besucher ist das Wildgehege Kleptow im Winter NUR am 3. Advent - und dann erst wieder zum Saisonbeginn im Frühjahr geöffnet.

Beitrag von Katja Geulen

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