Ihre Stimme zählt!

Potsdamer Oberbürgermeister-Kandidaten vor dem Potsdamer Rathaus, Foto Rathaus: Ralf Hirschberger/dpa
dpa-Zentralbild

Wir stellen die Kandidaten vor - Oberbürgermeister-Wahl am 23.09.2018

Zwei Frauen und vier Männer kämpfen um den Einzug ins Büro des Potsdamer Oberbürgermeisters. Alle haben sich der Themen angenommen, die den Potsdamern unter den Nägeln brennen: Verkehr, bezahlbarer Wohnraum und Bildung.
Hier finden Sie mehr über die Kandidatinnen und Kandidaten und ihre Lösungsvorschläge. Der Potsdamer Oberbürgermeister kann die meisten dieser Felder aber nicht im Alleingang bearbeiten. Ganz im Gegenteil: Das wichtigste Entscheidungsgremium in Potsdam ist die Stadtverordnetenversammlung.

Im Antenne-Programm

Wahlurne, Bild: dpa/Schackow
dpa-Zentralbild

Oberbürgermeisterwahl in Potsdam: Die Favoriten

Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam wählt einen Nachfolger von Oberbürgermeister Jann Jakobs, der nach 16 Jahren aufhört. Die Kandidaten: zwei Frauen und vier Männer. Während die Bewerber von Grünen, Linken und AfD als Außeneiter ins Rennen gehen, können sich die Vertreter von SPD, Linke und CDU Hoffnungen machen, zumindest die Stichwahl zu erreichen. Carsten Steinmetz stellt die aussichtsreichsten Kandidaten vor.

Wahllokal, Bild: dpa/Schackow
dpa-Zentralbild

Oberbürgermeisterwahl in Potsdam: Die Außenseiter

Wer regiert Brandenburgs Landeshauptstadt künftig als Oberbürgermeister? Die Bewerber von den Grünen, der Wählergruppe "die Andere" und der AfD gelten eher als Außenseiter, aber es wird ihnen auch eine Überraschung zugetraut. Auch sie kämpfen in diesen Tagen um jede Stimme. Karsten Steinmetz berichtet.

Das war der Antenne-Stammtisch zur Oberbürgermeisterwahl

Oberbürgermeisterwahlen in Potsdam - wer zieht ins Stadthaus ein? - Foto: Imago, Olaf Wagner
Rathaus Potsdam | Imago, Olaf Wagner

02.09.2018 | 17 Uhr | Bildungsforum Potsdam - Antenne Stammtisch: Oberbürgermeisterwahl in Potsdam

Der Countdown läuft: Wer soll für die kommenden acht Jahre die Geschicke der Landeshauptstadt lenken? Am 23.9. wählen die Potsdamerinnen und Potsdamer eine/n neue/n Oberbürgermeister/in. Zwei Frauen und vier Männer kämpfen um den Einzug ins Rathaus-Chefzimmer. Und wir haben diesen sechs beim Antenne Stammtisch am 2. September in Potsdam auf den Zahn gefühlt.

Martina Trauth, Foto: Matthias Baumbach
Matthias Baumbach

Parteilos für die Linke - Martina Trauth

Ihr Slogan: „Potsdam gemeinsam mit Ihnen gestalten“

Die Gesundheitswissenschaftlerin betont, dass sie die Potsdamerinnen und Potsdamer in künftige Entscheidungen miteinbeziehen möchte. Ein oft gehörter Satz von ihr im Wahlkampf ist: „Es muss Schluss sein mit der Basta-Politik“. Die 53-jährige arbeitet bereits in der Stadtverwaltung. Zunächst war sie Gesundheits- und Sozialplanerin. Seit acht Jahren ist sie Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Potsdam. Sie lebt mit ihrem Mann in Potsdam-West. Zur „Patchworkfamilie“ gehören eine erwachsene Tochter und zwei erwachsene Söhne. Gebürtig ist sie aus Landau in der Pfalz, sie lebt seit 20 Jahren in Potsdam.

Mike Schubert (SPD), Foto: Mike Schubert
Mike Schubert

SPD - Mike Schubert

Sein Slogan: Entschieden für Potsdam

Der gebürtige Schwedter ist im Alter von zwei Jahren nach Potsdam gezogen. Er hat Einzelhandelskaufmann gelernt und Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaften studiert. Der 45-jährige ist verheiratet und hat zwei Kinder, zehn und sieben Jahre alt. Er arbeitet aktuell als Beigeordneter für Soziales, Gesundheit, Jugend und Ordnung für die Stadt Potsdam. In die SPD ist er 1995 eingetreten. Als Oberbürgermeister will er auf dem Erreichten seiner SPD-Vorgänger aufbauen und Fehler korrigieren.
Nach eigener Aussage ist ihm Politik im Dialog wichtig, gemeinsam mit den Akteuren und nicht über ihre Köpfe hinweg.

Janny Armbruster (Bündnis 90/Die Grünen), Foto: Karoline Wolf
Karoline Wolf

Bündnis 90/Die Grünen - Janny Armbruster

Ihr Slogan: Mein Programm heißt Potsdam.

Die 55-jährige Berlinerin wohnt seit 20 Jahren in Potsdam. Sie ist als Kommunikationsfrau an der Universität Potsdam tätig. Seit 2014 ist sie Mitglied in der Stadtverordnetenversammlung. Sie möchte, dass Potsdam ein friedvoller Ort ist, der tolerant, weltoffen und sozial gerecht ist. Sie möchte „Potsdam aus alten Grabenkämpfen herausführen, die zwischen Alt- und Neubürgern oder Abgehängten und Wohlhabenden in der Stadt vielfach zu spüren sind. Denn die Stadt gehört uns allen.“ Und natürlich gehören Klima- und Naturschutz für eine Bündnisgrüne auch mit zum Programm.

Lutz Boede (Die Andere), Foto: Michael Lüder
Michael Lüder

DIE aNDERE - Lutz Boede

Sein Slogan: Eine andere Stadt ist möglich!

Der gelernte Werkzeugmacher ist in Plau am See geboren und lebt seit 1984 in Potsdam. Der 53-jährige war Stadtverordneter in Potsdam und ist derzeit halbtags als Geschäftsführer der Fraktion DIE aNDERE angestellt. Er wohnt in einer Wohngemeinschaft am Rande der Potsdamer Innenstadt und engagiert sich für alternative Jugendkultur, Jugendfußball und Geflüchtete. Er selbst war zu DDR-Zeiten in Stasihaft und sagt, er könne sich deshalb gut in Menschen hineinversetzen, die sich in einer politischen Notsituation befinden oder strukturell benachteiligt sind.

Als Oberbürgermeisterkandidat hat er ein elf-Punkte-Sofortprogramm entwickelt mit Maßnahmen, die ein OB auch tatsächlich umsetzen kann. Darunter: Ein Neuanfang in der Ausländerbehörde oder die Abschaffung des Terminzwangs beim Bürgerservice.

Dennis Hohloch (AfD), Foto: Dennis Hohloch
Dennis Hohloch

AfD - Dennis Hohloch

Der jüngste der sechs Oberbürgermeister-Kandidaten ist Geschichts- und Geografie-Lehrer in Berlin. Der 29-jährige ist gebürtiger Potsdamer und wohnt in der Waldstadt. Er ist Stadtverordneter in Potsdam. Flüchtlingspolitik und Ausländer sind nach seiner Aussage keine Schwerpunktthemen für ihn. Allerdings ist er der Meinung, die Stadtspitze habe die Integration in Potsdam schön geredet.

Götz Friederich (CDU), Foto: Götz Friederich
Götz Friederich

CDU - Götz Friederich

Sein Slogan: Chancen ergreifen. Potsdam gestalten

Götz Thorsten Friederich lebt seit 20 Jahren mit Frau und den inzwischen erwachsenen beiden Söhnen in Potsdam. Er arbeitet bei einer Anwaltskanzlei in Babelsberg. Er ist Stadtverordneter in Potsdam. Geboren wurde der Fachanwalt für Steuerrecht 1962 in Hamburg. Er engagiert sich im Gemeindekirchenrat der evangelischen Gemeinde in Babelsberg und war unter anderem an der Gründung der evangelischen Grundschule dort beteiligt. Er findet, Potsdam brauche einen Masterplan, um die Lebensqualität zu erhalten und die Wachstumschancen zu nutzen.

Oberbürgermeisterwahl Potsdam auf rbb|24