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Braumüller Verlag
Rezension von | Bild: Braumüller Verlag

Buchtipp | 15.05.2018 - Holger Gumprecht: Potsdam abseits der Pfade

Der etwas andere Reiseführer. Holger Gumprecht hat Potsdam in vier Spaziergängen entdeckt, ohne auf den ausgetretenen Pfaden zu wandeln. So gibt es zum Beispiel Babelsbergs "dunkle" Seite zu entdecken und es geht zu Zielen, wo nichts so ist, wie es scheint.  

Es ist ja hinlänglich bekannt, dass Potsdam ein Hauptbetätigungsfeld der großen brandenburgisch-preußischen Baumeister war, von Gontard und Knobelsdorff, Langhans und Schinkel. Das macht fraglos auch die Attraktivität der Stadt bis heute aus, ungeachtet der verheerenden Schäden, die der Zweite Weltkrieg, aber auch der Kahlschlag der DDR hinterließen.

In seinem Buch führt uns Holger Gumprecht in vier Spaziergängen durch die Stadt. Frei nach dem Motto: Es muss nicht immer Sanssouci sein, lässt er die großen touristischen Anziehungspunkte tatsächlich meistens außen vor.

Statt Sanssouci nimmt er sich den Park Babelsberg vor, mit Flatowturm und Gerichtslaube. Er besucht die Katjes-Fabrik und verrät, wo der Star-Friseur Udo Walz seine Filiale hat. Er flaniert mit dem Leser durch das Villenviertel von Neubabelsberg, wo schon Stalin, Churchill und Truman residierten. Mittagessen gibt es in der Kantine des Landtags, Kuchen in einem versteckten Café hinter dem Palais am Stadthaus.

Beitrag von Stefanie Brockhausen

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Bücherregal, Foto: Colourbox, Jan Sluimer
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