Phlox, Foto: Colourbox
Phlox | Bild: Colourbox

Gartentipps aus der Service-Redaktion - Der Garten im August

Es ist Staudenzeit! Genießen Sie die Farbenpracht in Ihrem Garten. Auch in der Urlaubs- und Ferienzeit sollten Sie die Gartenarbeit nicht vernachlässigen. Damit Sie nichts vergessen, hier unsere Tipps für Ihren Garten.

Blauregen
Durch gezielten Rückschnitt der diesjährigen Triebe fördern Sie die Bildung von Blütenknospen. Kappen Sie alle Triebe, die Sie nicht für den Aufbau des Spaliers brauchen, auf 15-30 cm. Außerdem sollte im August nochmal gedüngt werden.

Schmetterlingsstrauch
Einige Sorten des Schmetterlingsstrauches (Buddleja-Hybriden) setzen nach der Blüte Samen an. Dazu gehört z.B. die weiße 'Peace'. Die braunen Fruchtstände sehen nicht nur hässlich aus, sie entziehen den Sträuchern auch die Kraft, um eine Vielzahl neuer, blühwilliger Seitentriebe zu bilden. Schneiden Sie deshalb die verblühten Rispen oberhalb der jungen Seitentriebe ab. Verletzen Sie dabei nicht deren Triebspitzen. Denn an diesen entwickeln sich jetzt Blütenrispen, die noch in diesem Sommer blühen werden.


Kletterrosen
Sollen die Rosen Bögen, Pergolen oder Obelisken schmücken, bindet man die jungen Triebe jetzt bogenförmig fest. Damit wird das Längenwachstum gebremst, das Wachstum blütenreicher Kurztriebe jedoch gefördert.
Ältere, steife Triebe auf 15-25 cm einkürzen. Sollen die Rosen in Bäume klettern, brauchen Sie nichts weiter zu tun, als eventuell kranke Triebe abzuschneiden.

Übrigens ein Tipp, von dem schon Kleopatra wußte: Zupfen Sie einfach Rosenblüten von Ihren Rosen ab und streuen Sie diese ins Badewasser. Dafür eignen sich vor allem stark duftende Rosen. Die entspannende Wirkung des Rosenduftes ist ein Genuss für Körper und Sinne.

Kübelpflanzen
An heißen Tagen brauchen Engelstrompeten, Margeriten, Oleander, Feigen und Hortensien viel Wasser. Gießen Sie die Kübel, bis der Erdballen ganz durchfeuchtet ist. Pflanzen, die in spezieller Kübelpflanzen-Erde wachsen, müssen häufiger gewässert werden als solche, die in gewöhnlicher Blumenerde mit hohem Torfanteil wurzeln. Da der Langzeitdünger in der Erde jetzt meist verbraucht ist, sollten Sie einmal pro Woche flüssig nachdüngen. Ein sicheres Zeichen für Nährstoffmangel sind ältere Blätter, die vergilben. Fuchsien, Margeriten und Oleander entwickeln mehr Blütenknospen, wenn man welke Blüten abschneidet.

Agapanthus
Die Schmucklilie (Agapanthus africanus) braucht während der Sommermonate viel Wasser und einmal die Woche Flüssigdünger. Düngen Sie bis Ende September weiter, auch wenn die Pflanze schon verblüht ist. So sammelt die Schmucklilie genügend Kraft für die Blüte im nächsten Jahr. Schneiden Sie die verwelkten Blütendolden mitsamt dem Stengel ab. Es bilden sich daran sonst Samen, was der Pflanze Kraft für das Wachstum raubt. Oft haben die Wurzeln bereits jetzt den ganzen Topf ausgefüllt. Wer verpasst hat, die Pflanze im Frühjahr umzutopfen, kann dies auch jetzt nach der Blüte tun und die Wurzelstöcke dabei auch gleichzeitig teilen. Unverzichtbar für den Blütenansatz im nächsten Jahr ist außerdem eine kühle Überwinterung bei 5-8°C!

Amaryllis
Damit Ihr Amaryllis zu Weihnachten wieder blüht, sollte man jetzt nur noch wenig gießen und nicht mehr düngen. Dann verlagert die Pflanze sämtliche Nährstoffe aus den Blättern in die Zwiebel. Ein Zeichen dafür ist das Vergilben der Blätter. Entfernen Sie diese Blätter daher erst, wenn sie vollkommen verwelkt sind.

Hibiskus
Schon kurzfristige Trockenheit kann die Blütenknospen im Ansatz vernichten.
Gießen Sie Hibiskus im Topf daher täglich. Sorgen Sie außerdem für höhere Luftfeuchtigkeit. An heißen, trockenen Tagen sollten Sie die Pflanze öfter einsprühen. Tipp: Geben Sie noch bis Ende August wöchentlich Blühpflanzendünger.

Petunien
Entfernen Sie laufend verblühte Blüten und welke Blätter von den Petunien. Damit diese blühfreudigen Sommerblumen gesund bleiben, brauchen sie viel Dünger. Am besten geben Sie einmal pro Woche einen Petunien-Dünger mit Eisenanteil, z.B. den "Surfinien-Dünger" von Neudorff mit 0,3 Prozent Eisen.

Beerensträucher
Für Beerenobststräucher ist es günstig, im August einen Sommerschnitt durchzuführen und die Sträucher auszulichten. Dies fördert die Bildung von kräftigem Fruchtholz für die nächste Ernte.

Himbeeren
Setzen Sie die Schere an den abgetragenen Ruten unter der Erdoberfläche an. Sonst kann die Rutenkrankheit in die Stummel eindringen. Lassen Sie außerdem nur acht bis zehn Jungtriebe pro Meter stehen und binden Sie sie fest.

Erdbeeren
Damit die zweijährigen Erdbeerpflanzen bis zum Herbst noch kräftig wachsen und so im kommenden Jahr viele Früchte tragen, werden jetzt alle Ableger entfernt. Damit wird sicher gestellt, dass die gesamte Wuchskraft ins Herz der Mutterpflanze gelangt und dort für die Anlage von Blütenknospen genutzt wird. Unterstützend wirkt eine Düngung mit 30 g Blaukorn oder Nitrophoska pro Quadratmeter.

Erdbeerausläufer abtrennen und in zuvor tiefgründig gelockerten Boden neu verpflanzen. War das Beet vorher belegt und muß jetzt auf die Schnelle vorbereitet werden, wartet man besser noch ein wenig mit der Pflanzung, bis sich die Erde gesetzt hat, damit die Ausläufer gut einwurzeln.

Erdbeeren nicht zu tief pflanzen: Achten Sie beim Pflanzen darauf, dass das Herz der Pflanzen dicht über dem Boden steht. Zu tief gepflanzt, faulen sie leicht. Den Boden mit feuchtem Torf, Stallmist oder gehäckseltem Stroh bedecken und angießen.

Feldsalat
Wer im August Feldsalat aussät, kann im Oktober knackig frische Blätter ernten. Wird später gesät, kann erst im kommenden Frühjahr geerntet werden. Feldsalat nicht tiefer als 1 cm in Reihen von 10-15 cm Abstand säen. Er lässt sich auch in Topfplatten mit je 5 Körnern pro Topf vorziehen. Bis zur Keimung vergehen 3 Wochen. Das Saatgut bei der Aussaat gut andrücken. Mehltauresistent und robust sind die Sorten 'Vit', 'Elan', 'Gala' und 'Jade'.

Rettich für die Ernte im Herbst
Wer im Herbst Rettich ernten will, sät zwischen Mitte Juli und Mitte August den Samen in Reihen von 30 cm Abstand. Decken Sie die Beete anschließend mit einem Insekten-Schutznetz ab. Das hindert die Rettichfliege an der Eiablage. Wählen Sie Sorten, die gegen die häufig auftretende Rettichschwärze resistent sind, wie der japanische Riesenrettich 'Minowase Summer Cross Nr. 3'. Er wird bis zu 50 cm lang. Zum Lagern eignen sich die runden, weißen 'Münchner Bier'.

Walnuss-Bäume
Walnussbäume werden im Sommer geschnitten. Für eine lichte, kräftige Krone lässt man im Jahr der Pflanzung drei Gerüstäste sowie den Mittelast stehen. Nach ein paar Jahren zieht man 80-100 cm über den unteren Gerüstästen erneut drei bis vier weitere heran und entfernt den Rest. Danach sollte man die Schnittwunden zum Beispiel mit "Malusan Wundverschluss" (von Neudorff) behandeln.

Kakteen ins Freie stellen: Stellen Sie Kugel- und Blattkakteen im August auf den Balkon, gern auch an einen vollsonnigen Platz. Gießen Sie sie alle sieben Sonnentage mit abgestandenem Wasser durchdringend.

(Kein Anspruch auf Vollständigkeit, alle Angaben ohne Gewähr.)