Stockbrot, Foto: Colourbox
Stockbrot, Foto: Colourbox | Bild: colourbox

Antenne Service - Picknick am Feuerkorb - Rezepte von der Ernährungsberaterin

Feuerschale, Röstpfanne oder Grill und einen schönen Gartentag – mehr braucht man nicht, um ein rustikales Herbstessen im Freien zu machen.

Kesselsuppen, Bratäpfel, Kartoffeln, Stockbrot und Co
Als Stockbrot wird eine Brotsorte bezeichnet, bei der der Teig, häufig ein Hefeteig, um einen Stock gewickelt und über der Glut eines offenen Feuers gebacken wird. Gebraucht wird ein Ast von Haselnuss, Buche oder Weide – nicht von Nadelhölzern. Baumrinde entfernen oder Alufolie um den Ast wickeln. Aus einer Teigmenge in der Größe eines Tischtennisballes wird eine Schlange geformt und anschließend entweder spiralförmig oder umschlagartig auf den Stock aufgebracht. Die Spitze des Astes sollte von Teig bedeckt sein, damit er nicht zu brennen beginnt. Die normale Backzeit liegt bei 10 bis 15 Minuten. Der Stock sollte nicht ins Feuer gehalten werden, damit das Brot nicht verkohlt. Alternativ zum offenen Lagerfeuer können auch Backöfen oder Garten-Grillgeräte genutzt werden.
Bei einer herzhaften Variante wird dem Teig in Stückchen geschnittener Schinken bzw. Speck hinzugefügt. Ebenso kann der Teig auch mit Puderzucker gesüßt werden oder aber das gebackene Brot mit Pflaumenmus oder Konfitüre (Knüppelkuchen) gegessen werden.

Stockbrot Grundrezept: klassischer Hefeteig (10 Personen)
• 500 g Mehl
• 1 Hefewürfel
• 1 Tasse Milch
• 100 ml Öl
• 1 Prise Salz
• 1 Prise Zucker

Mehl und Salz in eine Rührschüssel geben. Lauwarme Milch mit zerkrümelter Hefe und Zucker verrühren, zum Mehl geben und dann zu einem glatten Teig kneten. Mit einem feuchten Tuch abgedeckt den Teig an einem warmen Ort ungefähr eine halbe Stunde ruhen lassen, bis er etwa auf das doppelte Volumen aufgegangen ist. Dann den Teig noch einmal auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche durchkneten.
Stockbrot-Varianten
Teig in mehrere Portionen teilen. Zufügen kann man Kräuter oder Süßes.
Für einen besonders würzigen und italienisch inspirierten Geschmack sorgen frische, gehackte Kräuter wie zum Beispiel Thymian, Oregano oder Rosmarin. Ganz Mutige versuchen auch mal eine Prise Lavendel. Wer es scharf mag, mengt zerkleinerte oder getrocknete Chilischoten unter den Stockbrotteig. Klein gehackte Speckwürfel dagegen sorgen für ein besonders intensives und rauchiges Aroma.

Stockbrot aus einem Quark-Öl-Teig
• 150 g Speisequark
• 300 g Mehl
• 6 EL Milch
• 6 EL Öl
• 1 Päckchen Backpulver
• 1 Prise Salz

Zutaten vermischen bis ein glatter Teig entsteht. Diesen nach Belieben verfeinern.

Süßes Stockbrot für Naschkatzen
• 500 g Mehl
• 1 Hefewürfel
• 1 Tasse Milch
• 1 Prise Salz
• 1 Packung Vanillezucker
• 80 g Zucker
• 100 g weiche Butter
• 1 Ei

Ungarische Gulaschsuppe
500 g Rindfleisch, 1 kg Kartoffeln, 2 EL Schmalz, 3 Zwiebeln, 2 Tomaten, 1 Paprikaschote oder 3 EL , 2 EL Paprika (Edelsüß), gezupfte Nockerl, 2-3 Zehen Knoblauch, Kümmel, Salz.

Rindfleisch in 2x2 cm große Würfel schneiden. Die kleingeschnittene Zwiebeln in Schmalz, oder Öl im Kessel rösten. Paprika hinzufügen, verrühren, die Fleischwürfel hineingeben, salzen, weiterrösten. Nach einige Minuten Kümmel, und zerdrückte Knoblauchzehen hinzugeben, mit ganz wenig Wasser löschen und zugedeckt, bei kleiner Hitze schmoren. Zeitweise umrühren und wenig Wasser nachgießen. Nach eine halbe Stunde Kartoffeln, Paprikaschoten und Tomaten (alle sind auf 2x2 cm große Würfel geschnitten) hineingeben. Mit 2 Liter Wasser auffüllen und fertiggaren. In letzten 10 Minuten in der Suppe die gezupften Nudeln auskochen. Mit weichem Brot und scharfe Paprikaschoten servieren.

Bratäpfel
4 Äpfel, am besten Boskoop
50 g Mandelsplitter
50 g Rosinen
4 TL Aprikosenkonfitüre oder Honig
1 Prise Zimt

Zubereitung
Die Äpfel waschen und das Kerngehäuse herausstechen. Mandeln, Rosinen, Konfitüre und Zimt vermischen und mit einem Teelöffel in die Öffnung der Äpfel hineindrücken. Die Äpfel in Alufolie einpacken und in die Glut legen, nach 10 Minuten herausholen und anschließend den Bratapfel genießen.