Wespe frisst, Bild: Colourbox
Wespe frisst | Bild: Colourbox

Guten Morgen Brandenburg | 14.08.2018 - Hörertipps: Was hilft gegen Wespen?

In diesem schönen Sommer verbringen wir möglichst viel Zeit draußen, auch beim Essen. Doch meist sind auch sofort ungebetene Gäste mit am Tisch. Scharenweise stürzen sich Wespen auf unser Wurstbrötchen, auf Eis und Marmelade, in die Limo. Da heißt es: Nur keine Panik und zum einen oder anderen Hausmittel greifen. Wir haben Sie nach Ihren besten Tricks zur Wespenabwehr gefragt. Hier die Top 3...

Die Top 3 Hörertricks, um Wespen zu vertreiben...

1. Kaffeepulver in kleiner Schale oder Alufolie anzünden, der entstehende Rauch vertreibt die Wespen

2. Wespen (nur leicht) mit Wasser besprühen (Sprühflasche). Die Wespen meiden "den Regen".

3. Ablenkung: Gabenteller für die Plagegeister etwas abseits aufstellen - zum Beispiel mit Fleischwurst, Zimt und Zucker etc. bestücken, oder eine Flasche mit Zuckerwasser aufhängen

Besondere Vorsicht ist natürlich für Insektengiftallergiker geboten, für sie kann ein Stich lebensbedrohlich sein.

Wespe an Äpfeln, Bild: Colourbox
Wespe an Äpfeln | Bild: Colourbox

Nützliches Wespen-Wissen

Warum gibt es in diesem Jahr so viele Wespen?
Ursache ist Experten zufolge das in weiten Teilen Deutschlands recht warme und trockene Frühjahr. Zudem währte die sogenannte Schafskälte, wie ein kurzzeitiger Kälterückfall im Juni genannt wird, nur sehr kurz.

Welche Wespen nerven besonders?
Für Menschen sind hierzulande eigentlich nur zwei Arten problematisch - die Deutsche und die Gemeine Wespe, wie Nabu-Expertin Melanie von Orlow betont. Sie haben den Wespen den schlechten Ruf überhaupt erst eingebracht. Denn diese Wespen tummeln sich gern dort, wo es Leckeres wie Grillfleisch, Wurst Eis oder andere zuckersüße Sachen gibt.

Weil die Wespen aufdringlich sind und den Menschen meist hektisch umfliegen, werden sie als aggressiv empfunden. Dabei wollen sie eigentlich nur scharf sehen und sind weder aufgeregt noch stechlustig. Die Tiere sehen auf kurze Entfernungen schlecht und kompensieren das durch hohe Fluggeschwindigkeit...

Was provoziert Wespen? 

Werden Wespen durch wildes Herumgefuchtel gereizt oder gequetscht, stechen sie zu. Gleiches gilt, wenn Menschen ihren Nestern zu nahe kommen. Auch Angstschweiß kann Angriffe auslösen. Nicht ratsam ist es zudem, die Tiere wegzupusten. Denn das im Atem enthaltene Kohlendioxid gilt im Wespennest als Alarmsignal. Wespen werden auch von Parfüm oder durftenden Cremes angezogen. Außerdem fliegen sie gern auf bunte Kleidung. Wespen können im Gegensatz zu Bienen mehrfach zustechen.

Wie gefährlich sind Stiche?  
Die Stiche von Wespen, Bienen oder Hornissen sind zwar schmerzhaft, aber im Normalfall nicht besonders gefährlich. Selbst Stiche in Mund und Zunge sind meist harmlos. Das Schlimmste für den Gestochenen, gerade für Kinder, sind die hektischen Reaktionen der Umstehenden. Deshalb ruhig bleiben: Gegen Schmerzen und Schwellungen hilft das Trinken von Eiswasser, das Lutschen von Eis oder eine halbierte Zwiebel auf dem Einstich. Sticht eine Biene oder Wespe jedoch in den tiefen Rachenraum, sollte ein Arzt aufgesucht werden, weil die Atemwege zuschwellen können.

Wie schützen sich Wespen-Allergiker?
Einige Menschen leben in ständiger Angst vor dem Stich: Bis zu fünf Prozent der Bundesbürger sind nach Angaben des Ärzteverbands Deutscher Allergologen allergisch gegen Bienen- oder Wespengift. Sie reagieren darauf mit Juckreiz, Hautquaddeln, Atemnot, Schwindel oder Übelkeit. Im schlimmsten Fall kann es zu einem lebensbedrohlichen allergischen Schock kommen. Rund 20 Todesfälle nach Stichen von Bienen, Wespen oder Hornissen werden jährlich gemeldet, Experten schätzen die Dunkelziffer aber höher ein.

Experten raten den Betroffenen zu einer spezifischen Immuntherapie, die bei bis zu 95 Prozent der Patienten erfolgreich sei. In jedem Fall sollten Allergiker ein Notfallset mit Medikamenten und einer Adrenalinspritze in der Tasche haben. Aktuell gibt es allerdings Lieferengpässe bei dem Arzneimittel "Fastjekt", das bei einer schweren allergischen Reaktion nach Insektenstichen gespritzt wird.

Wie können wir uns schützen?
Nahrungsmittel im Freien abdecken und Reste zügig wegräumen. Eventuell in einer entfernten Ecke des Gartens eine Schale mit Lebensmitteln wie etwa reifen Bananen oder Weintrauben aufstellen, um die Wespen abzulenken. Eine Alternative auf dem Kaffeetisch ist nach Angaben der Deutschen Wildtierstiftung übrigens Schokoladenkuchen, denn Wespen mögen keine Schokolade.

Wann verschwinden die Wespen wieder?  
Bei Wespen sterben alle Tiere bis auf die jungen Königinnen. Die meisten Wespenarten sind ab Ende August wieder verschwunden. Spätestens nach den ersten Frostnächten im Herbst gehen dann auch die Deutsche und die Gemeine Wespe ein.

Quelle: AFP