How to Party with Mom, Bild: Hopper Stone/Warner Bros/dpa
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How to Party with Mom | Bild: Warner Bros

Filmkritik | 05.07.2018 - How to Party with Mom

In "How To Party With Mom" geht Melissa McCarthy unter Leitung ihres Ehemannes und Regisseurs Ben Falcone zurück aufs College - und lernt, richtig zu feiern.

Nachdem Deanna (Melissa McCarthy) ihre Tochter Maddie (Molly Gordon) am College abgesetzt hat, verkündet ihr Mann Dan (Matt Walsh) ihr noch im Auto, dass er eine Affäre mit der Maklerin Marcia (Julie Bowen) hat und die Scheidung will. Außerdem werde er das Haus verkaufen und weil das unter seinem Namen erworben wurde, kriegt sie vom Erlös nichts ab. Für Deanna, die einst im Jahr vor ihrem Abschluss vom College abgegangen ist, um sich um die neugeborene Maddie zu kümmern, bricht eine Welt zusammen – zumindest bis ihr der Gedanke kommt, dass sie ja nun endlich ihr Archäologie-Studium beenden könnte. Also schreibt sie sich am College ihrer Tochter ein, zieht in ein Zimmer im Studentenwohnheim und besucht die Vorlesungen von Professor Trurack (Chris Parnell), der vor mehr als 20 Jahren mal ihr Kommilitone war. Deanna blüht am College regelrecht auf, nur Maddie ist zunächst gar nicht davon begeistert, dass ihre Mutter ständig bei ihr und ihren Freundinnen rumhängt…

Sympathie allein trägt aber auch in einer Komödie eben nur ein gewisses Stück weit. Und wo eigentlich Konflikte, Slapstick-Setpieces oder sonst irgendwelche lustigen Einfälle folgen sollten, klafft hier einfach nur ein einziges großes Loch. Selbst die obligatorische arrogante Zicke (Ex-Disney-Channel-Star Debby Ryan), die immer nur allen Ärger macht, gibt sich kaum Mühe, Deanna mal anständig eine reinzuwürgen – und auch aus deren Goth-Zimmergenossin Jennifer (Heidi Gardner) kriegen die Macher keinen einzigen Gag herausgepresst.

Immer wenn Melissa McCarthy mit ihrem Mann Ben Falcone einen Film macht, fehlt es ihr an Gespür für ihre Figuren. Und Falcone hat eben auch hier die Regie geführt und das Drehbuch geschrieben. Und genau das ist schon so lahm, dass "How to Party with Mom" nur eine Hand voll Gags hat, die wirklich zünden. Eine mittelalte Frau blüht auf dem College wieder auf, schnappt sich einen jungen Studenten als Liebhaber, wird Beraterin in allen Lebenslagen und manövriert sich von einer peinlichen Situation in die Nächste. Das war's. Auf dem College müsste Melissa McCarthy wohl nachsitzen.

Beitrag von Anna Wollner

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