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Tagestipp | 11.10.2017 - Was bei Krankheit erlaubt ist

Eine Erkrankung muss dem Arbeitgeber unverzüglich mitgeteilt werden. Regel Nummer zwei: Wer krank ist, muss sich so verhalten, dass er möglichst schnell wieder gesund wird. Da gibt es etlichen Spielraum.

Die Krankheit erwischt einen oft über Nacht: Man hat eine dicke Erkältung erwischt, einen Magen-Darm-Virus eingefangen oder einen Sportunfall gehabt. Was ist zu tun, wenn man nicht zur Arbeit gehen kann?

Eine Erkrankung muss dem Arbeitgeber unverzüglich mitgeteilt werden. Das heißt, frühmorgens, bevor man zum Arzt geht. Das ärztliche Attest muss dann spätestens am vierten Tag nach der Krankschreibung im Betrieb sein. Und dann Regel Nummer zwei: Wer krank ist, muss sich so verhalten, dass er möglichst schnell wieder gesund wird. Das heißt, dass ärztliche Anordnungen strikt einzuhalten sind.

Eine Krankschreibung ist kein Hausarrest. Einkaufen, zur Apotheke oder Spazieren gehen sind fast immer erlaubt. Genauso wie leichte Hausarbeiten, es sei denn der Arzt hat Bettruhe verordnet. Shoppingtouren verbieten sich allerdings von selbst. Wer dabei gesehen wird, riskiert zumindest eine Abmahnung. Im Wiederholungsfall sogar die Kündigung.

Für Kinobesuche oder Sport gilt: Was das Gesundwerden nicht verzögert oder verhindert, ist okay. Es hängt vor allem auch davon ab, weswegen man krankgeschrieben ist. Mit Gipsarm kann man ins Kino oder Restaurant gehen, aber nicht mit Bronchitis in eine verräucherte Kneipe oder ins Konzert. Bei körperlichen Aktivitäten wie Sport oder Sauna sollte der Arzt vorher konsultiert werden. Auch wenn man sich subjektiv schon wieder fit fühlt, muss deswegen z.B. noch lange nicht der Kreislauf mitspielen. Andererseits sind bestimmte Sportarten bei psychischen Erkrankungen regelrechte Therapie.

Wer eine Reise geplant hat, und krankgeschrieben ist, muss den Arzt fragen, ob man reisefähig ist. Außerdem muss derjenige der Reise zustimmen, der das Krankengeld zahlt – also entweder der Arbeitgeber oder die Kasse.

Eine Krankschreibung ist immer eine Prognose, wie lange jemand braucht, um wieder arbeitsfähig zu werden. Wer sich schon vorher wieder gesund und fit fühlt, sollte das mit seinem Arzt besprechen. Während einer Krankschreibung sind höchstens leichte Tätigkeiten von zuhause aus erlaubt. Mal abgesehen, dass bei verfrühter Arbeitsaufnahme eine Eigendiagnose über den Gesundheitszustand  z.B. eine Ansteckungsgefahr für Kollegen sein kann, wird ansonsten auch der eigene Versicherungsschutz ausgehebelt.
Während einer Krankschreibung darf man nicht vom Arbeitgeber zu einem Personalgespräch einbestellt werden. Eine Kontaktaufnahme ist nur in Ausnahmesituationen erlaubt, z.B. wenn man als Einziger über dringend benötigte Informationen verfügt. Allerdings darf der Arbeitgeber in Verdachtsfällen den Kranken kontrollieren lassen. Meist übernimmt das der Medizinische Dienst der Krankenkassen.

 

Beitrag von Barbara Wolf

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