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Tagestipp | 08.09.2017 - Bei Wildunfällen überlegt handeln

Auf Deutschlands Straßen passiert aller zweieinhalb Minuten ein Wildunfall. Das sind insgesamt rund 265 000 im Jahr. Zumeist sind Rehe beteiligt, an zweiter Stelle Wildschweine. Rot- und Damwild scheint etwas vorsichtiger zu sein, denn es taucht in den Statistiken am wenigsten auf. Für Autofahrer sind solche Unfälle kaum zu verhindern, weil die Wildtiere zumeist recht unberechenbar reagieren.

Die bisher erprobten Maßnahmen wie Duftbarrieren, das Beschneiden von Sträuchern am Straßenrand, optische oder akustische Reflektoren oder Wildwechselschilder haben keine nachhaltige Wirkung gezeigt und kaum Unfälle verhindert. Dies sagt eine Studie der Unfallforscher der Versicherer.

Die Forscher raten auch, zum Beispiel Wildwechsel-Schilder nicht wie bisher mit sehr langen Kilometerangaben ihrer Gültigkeit zu versehen, sondern sie tatsächlich nur an bekannten Wildunfall-Schwerpunkten aufzustellen.

Bei ihrer Untersuchung erwiesen sich Autos mit ESP und ABS als etwas sicherer – doch auch mit ihnen sind Unfälle geschehen.

Wildunfälle können das ganze Jahr über und zu jeder Tageszeit passieren. Ein leichtes Hoch gibt es im Mai sowie im Oktober/November und generell in der Zeit von der Abend- bis zur Morgendämmerung.

Wer durch Wälder oder an ausgedehnten Feldern vorbeifährt, sollte generell überaus wachsam sein und auf Tiere am Straßenrand achten.

Kommt eins ins Sicht – oder auch ein Wildwechselschild – sollten Fahrer ihr Tempo auf höchstens 70 km/h reduzieren und das Fernlicht ausschalten. Es könnte die Tiere blenden und zu unberechenbaren Fluchtbewegungen bringen.

Hupen kann die Tiere vertreiben – man muss aber damit rechnen, dass sie auch in die „falsche“ Richtung rennen.

Hat das Tier die Fahrbahn schon betreten, hilft nur kühlen Kopf bewahren und keine unbedachten Manöver zu unternehmen.

Wenn noch möglich, sollte man in Intervallen den Wagen abbremsen und nicht ausweichen.

Wenn es zu einem Auffahrunfall durch ein nachfolgendes Fahrzeug kommt oder, weil man in den Gegenverkehr gerät, könnte einen eine Mitschuld wegen grober Fahrlässigkeit treffen.

Ist ein Zusammenprall mit dem Wild nicht vermeidbar, sind dessen Folgen allemal geringer als die eines Auffahr- oder Baumunfalls.

Passieren solche Unfälle wegen kleiner Wildtiere, werden sie von den Versicherern in der Regel nicht anerkannt.

Ist der Wildunfall passiert, darf der Fahrer den Unfallort nicht verlassen. Die Polizei muss informiert werden, diese benachrichtigt dann den Jagdpächter.

Man soll das tote oder verletzte Tier nicht berühren, sich ihm auch nicht nähern und keinesfalls den Versuch unternehmen, es „zu retten“.

Man sollte mit Fotos die Situation dokumentieren – dies kann für die Versicherung wichtig sein.

Schwierig ist die Beweislage, wenn ein verletztes Tier es schafft, wegzulaufen. Dann darf man es allein nicht verfolgen, sollte aber vorhandene Spuren (etwa Haare oder Blut am Boden) fotografieren.

Was mit den Tier zu geschehen hat, entscheidet in jedem Fall der Jagdpächter.

Wer übrigens ein totes Tier mitnimmt und etwa verspeist, macht sich der Wilderei schuldig.

Wer einen Wildunfall nicht meldet, und wenn deshalb Wildbret verdirbt, kann unter Umständen durch den Jagdpächter zur Kasse gebeten werden.

Für die Versicherung ist es wichtig, eine Unfallbescheinigung zu haben. Die stellt die Polizei oder auch der Jagdpächter aus.

Beitrag von Susanne Selbmann

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