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SUPER.MARKT-Spartipp | 26.11.2018 - Dashcams im Test

Rums! Einmal nicht aufgepasst und schon hat es geknallt. Nach einem Verkehrsunfall steht oft Aussage gegen Aussage und Zeugen fehlen. Jetzt kann zur Aufklärung die Aufzeichnung einer Dashcam helfen. SUPER.MARKT hat sich die Kameras mal genauer angeschaut.

Klare Rechtslage fehlt

Eines vorweg: Für die Nutzung einer Dashcam gibt es keine klare Rechtslage in Deutschland. Zwar sind die Aufnahmen seit Mai dieses Jahres vom Bundesgerichtshof als Beweis zugelassen worden, aber ob sie auch vor Gericht verwendet werden dürfen, ist eine Frage der Abwägung. Denn das permanente Aufzeichnen im Straßenverkehr verstößt gegen das Datenschutzgesetz und Persönlichkeitsrechte. Dem Filmer droht ein Bußgeld. Daher sollte man sehr genau darauf achten, dass die Dashcam bestimmte Funktionen erfüllt.

Von günstig bis teuer

Von 17 Euro bis 300 Euro kann eine solche Kamera aktuell kosten. Doch weniger der Preis ist entscheidend, sondern die Funktionen. Um nicht gegen das Datenschutzrecht zu verstoßen, bieten viele Dashcams eine Loop-Funktion. Heißt: kein endloses Aufzeichnen und kein dauerhaftes Speichern. Günstige Dashcam-Modelle haben oft eine schlechte Bildqualität. Am besten also eine Kamera in HD-Qualität kaufen, damit man im Falle eines Unfalls auch ein Autokennzeichen zu lesen ist. Die Kamera sollte ein hartes Bremsen, Ausweichen und erst Recht einen Crash erkennen. Denn nur dann wird auch automatisch ein Video gespeichert. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn es zu einem Folgeunfall kommt. Es werden zwei Minuten vor und nach dem Crash mitgespeichert. Zuhause kann die Aufnahme dann bequem auf dem Computer übertragen werden.

Für wen geeignet?

Vor allem Vielfahrer können von einer Dashcam profitieren. Im Falle eines Unfalls kann man so seine Unschuld beweisen oder einen Verkehrsrowdy anzeigen. Mittlerweile sind Dashcams auch in den meisten EU-Ländern erlaubt. Doch wer beispielsweise nach Österreich oder in die Schweiz möchte, sollte die Dashcam ins Handschuhfach packen, denn auch hier gibt es Probleme mit dem Datenschutzrecht.

Beim Kauf beachten:

-       Kamera in HD-Qualität

-       Loop-Funktion mit Beschleunigungssensor

-       Aufzeichnung der Metadaten mit Datum, Uhrzeit und Ort (GPS)

-       Vom Fachmann anbringen lassen

Beitrag von Giuliana Koch

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