Kinderuhr, Foto: Colourbox
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Tagestipp | 21.11.2017 - Kinderuhren hören mit - und sind verboten

Es geht um Smart Watches für Kinder – das Ziel vieler Wünsche sowohl für Kinder als auch für Eltern. Seit dem Wochenende sind solche Kinderuhren dann verboten, wenn sie eine Abhörfunktion erfüllen – sie haben dann eine so genannte Babyphone- und Monitorfunktion. Die Bundesnetzagentur hat nun den Verkauf der Smart Watches, aber auch den Besitz und die Nutzung unter Strafe gestellt.

Das Problem: Offenbar haben Eltern ihren Kindern diese zwischen 100 und 150 Euro teuren Uhren vor allem geschenkt, um sie möglichst lückenlos unter Kontrolle zu haben.

Die kleinen Computer am Handgelenkt erlauben wie ein Handy die genaue Ortung des Aufenthalts ihrer Träger. Über eine App auf dem Elterlichen Handy lassen sie sich aber auch als ferngesteuertes Abhörsystem verwenden.

Dies rief die Bundesnetzagentur auf den Plan – vor allem offenbar, weil sie Erkenntnisse darüber hat, dass Eltern damit gezielt auch Lehrer ihrer Kinder abhören.

Denn es ist technisch möglich, die Smart Watch unbemerkt vom Träger anzuwählen, daran ein Mikrofon einzuschalten und die nähere Umgebung abzuhören.

Ohne bestimmte Hersteller zu nennen, hat die Bundesnetzagentur jetzt die Smart Watches mit Abhörfunktion aus dem Handel verbannt. Auch der Besitz sei strafbar, so die Agentur.

Wer schon so eine Uhr gekauft habe, müsse sie jetzt vernichten und dies auch nachweisen können. Dazu soll zum Beispiel die Einlieferungsbestätigung des Recyclinghofs dienen oder auch Fotos.

Schulen rät die Bundesnetzagentur in einer Presseerklärung, Familien zu melden, die Kinder mit derartigen Uhren zur Schule schicken.

Im Jargon der Bundesnetzagentur werden die Smart Watches als rechtswidrige Spionagegeräte oder auch als unerlaubte Sendeanlagen bezeichnet.

Wegen ähnlicher Vorwürfe hatte die Netzagentur Anfang des Jahres schon elektronische Puppen vom Markt genommen.

Nach einem Test einige Monate später warnte auch die Stiftung Warentest vor bestimmten so genannten Smart Toys – elektronischem Spielzeug, das sowohl abhören als auch „sprechen“ kann und im Verdacht steht, Kinder unzulässig zu beobachten und zu steuern.

Die Stiftung Warentest empfiehlt, beim Spielzeugkauf auf „dumme“ Teddys oder Puppen zu setzen.

Beitrag von Susanne Selbmann

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