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Tagestipp | 20.09.2017 - Sehr hilfreich - Tracking-Blocker

Wer im Internet unterwegs ist, wird permanent verfolgt, beobachtet, weitergemeldet. Alles was er tut, wird registriert und ausgewertet. Nicht durch die NSA oder einen Geheimdienst – sondern durch kleine fiese, aber legale Spionageprogramme. Diese „Tracker“ genannte Software ist mittlerweile auf fast jeder Internetseite einfach mitinstalliert. Sie sendet Angaben zur Person des Nutzers weiter an Firmen, Dienste oder die Werbewirtschaft, die daraus ziemlich genaue Persönlichkeitsprofile erstellen können. Und dies (fast) ohne menschliches Zutun – das machen die Maschinen unter sich aus.

Doch diesem Treiben ist man als Internetnutzer nicht hilflos ausgeliefert – denn es gibt ein Gegenmittel: Programme, die als Tracking-Blocker wirken. Sie be- oder verhindern das Sammeln und die Weitergabe dieser personenbezogenen Daten.

Trackingblocker gibt es in verschiedenen Varianten kostenlos zum Download – meistens werden sie als Erweiterung des jeweiligen Browsers installiert, also als Add-On oder Plug-In.

Ein Browser auf dem Markt wird selbst als Tracking-Blocker.

Ohne Tracking-Blocker werden beim Internetsurfen ständig Informationen über den Nutzer weitergegeben – über seine Vorlieben, Interessen und Hobbys, über sein Alter, sein Geschlecht und darüber, ob er Kinder oder Enkel hat, über seine Einkommenssituation und seine Bonität.

All diese Informationen lassen sich – ohne dass der Nutzer es merkt - aus seinem Surfverhalten, seinen Einkäufen und den angeklickten Seiten ableiten.

Big Data – also eine umfassende Datenverarbeitung – kann daraus Profile erstellen. Diese werden vor allem genutzt, um dem Nutzer beim nächsten Surfen passgenaue Werbung auf den Bildschirm zu schicken.

Immer wieder gibt es dann auch die berühmte Zeile auf Nachrichtenseiten: „Das könnte Sie auch interessieren …“ – und viele Nutzer sind erstaunt und fühlen sich ertappt, weil der Satz meistens tatsächlich zutrifft.

Der Nutzer bekommt von diesen Vorgängen zumeist nichts mit – ihm kann höchstens auffallen, dass sich manche Seiten langsamer oder stückweise aufbauen – dieser Effekt wird durch das Tracking im Hintergrund hervorgerufen.

Wer diese Verfolgung nicht will, dem ist mit einem Trackingblocker geholfen – der beste im Test erreicht schon mit den Grundeinstellungen, dass 75 Prozent weniger ungewollte Werbung auf dem Rechner landet.

Viel mehr Block-Kraft kann kaum erreicht werden – weil zu „streng“ eingestellte Blocker bewirken, dass Bilder und Videos, zum Teil auch PDF-Dateien nicht mehr angezeigt werden – die der Nutzer aber vielleicht tatsächlich sehen wollte.

Für diesen Fall ist die Empfehlung, die Einstellungen den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

Egal ob Testsieger oder nicht – jeder Trackingblocker sei besser als keiner, sagen die Verbraucherschützer.

Zumal man durch das Tracking nicht nur zum Gläsernen Menschen wird, sondern sich auch ganz realen Gefahren durch Hacker oder Datenräuber aussetzt.

Beitrag von Susanne Selbmann

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