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Tagestipp | 31.08.2017 - Gemüsechips - knusprig, und sonst?

Gemüsechips liegen im Trend. Sie versprechen den gesunden Knabberspaß schlechthin – schließlich ist Gemüse so gesund, enthält Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe und ist meistens nicht besonders teuer. Insofern tanzen die jetzt untersuchten Gemüsechips aus der Tüte, also aus der Reihe. Diese Chips sind zunächst mal nicht gesünder als etwa Kartoffelchips.

Kartoffelchips gelten seit jeher als fettgetränkte, salzige Dickmacher, die zudem auch einige gesundheitsschädliche Stoffe enthalten können.

Gemüsechips sind nach Feststellung der Stiftung Warentest genau solche Kalorienbomben und ihr Fettgehalt ist in einigen Fällen sogar noch höher als der der Kartoffelchips.

Positiv ist zu vermerken, dass in den Gemüsechips mehr Ballaststoffe enthalten sind – was ja generell ein Argument für den Verzehr von Gemüse ist.

Gemüsechips enthalten aber mehr Zucker als die Kartoffelchips – nicht, weil er ihnen zugesetzt würde, sondern weil durch den Frittierprozess der höhere Zuckergehalt des rohen Gemüses sozusagen potenziert wird.

Vor allem die Chips aus Roter Bete enthalten zudem sehr hohe Konzentrationen Nitrat. Rote Bete brauchen diesen Stoff von Natur aus zum Wachsen und lagern ihn deshalb ein – beim Frittieren potenziert sich such dieser Wert weiter.

Bei einigen Sorten Gemüsechips verzehrt der Kunde, wenn er alle Rote-Bete-Chips einer Packung gegessen hat – doppelt so viel Nitrat, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO als Tagesbedarf deklariert hat (so Julia Bongartz von der Stiftung Warentest).

Besonders kritisch ist der in einigen Sorten sehr hohe Gehalt an Acrylamid, weil dieser Stoff sich in Tierversuchen als krebserregend erwiesen hat.

Beim Frittieren und generell beim Erhitzen von Speisen lässt sich die Entstehung von Acrylamid nicht ganz vermeiden. Doch die Testsieger bei den Gemüsechips beweisen, dass dieser Stoff auch in geringeren Mengen enthalten sein kann.

Preislich sind die Gemüsechips im Schnitt etwa doppelt so teuer wie die Kartoffelchips.

Insgesamt ziehen die Tester das Fazit: Wer Chips knabbern möchte, kann auch zu den preiswerteren Kartoffelchips greifen – denn die Gemüsechips sind nicht gesünder oder kalorienärmer.

Beitrag von Susanne Selbmann

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