Olivenöl, Foto: Colourbox/Anna Omelchenko
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Tagestipp | 15.05.2019 - Olivenöle im Test

Fast  jeder hat es in der Küche, doch kaum einer weiß, ob er gutes oder weniger gutes Olivenöl gekauft hat. Die Zeitschrift "Ökotest" hat 20 Olivenöle für Sie getestet - auf allen Flaschen stand "nativ extra" - als Qualitätsmerkmal. Doch das Ergebnis hat gezeigt: viele Öle halten das Versprechen nicht und auch nur die wenigsten sind zu empfehlen.

Was macht ein gutes Olivenöl aus?

Ein Zeichen für eine gute Qualität fängt schon bei der Ernte an. Denn die Früchte müssen schonend behandelt werden und frisch in die Pressung kommen. Bei der Verarbeitung darf das Öl nicht mehr als 27 Grad warm werden, denn nur dann bekommt es das Qualitätssiegel "Extra natives Olivenöl". Es ist also kaltgepresst. Jeder kann ganz einfach Zuhause einen Qualitätstest machen, in dem man das Olivenöl pur probiert. An der Zungenspitze schmeckt man die Fruchtnoten, in der Mitte die Bitterstoffe und in der Kehle die Schärfe. Wenn das Öl ranzig oder stichig schmeckt, ist das ein Zeichen für schlechte Qualität, denn dann wurde es falsch verarbeitet oder gelagert.

Was sagt das Qualitätssiegel "Nativ Extra" aus?

Leider ist dieses Siegel kein zuverlässiger Hinweis für gute Qualität. Denn es steht auch auf Ölen drauf, die die Standards bei der Ernte, Lagerung und Verarbeitung nicht erfüllen. Zum Ärger des Verbrauchers, der so in die Irre geführt wird. Auch Stiftung Warentest hat Olivenöle aller Preisklassen getestet und herausgefunden, dass nicht immer drin ist, was draufsteht. Für Olivenöle gibt es verschiedene Güteklassen, die sie nach der EU-Olivenölverordnung erfüllen müssen. So dürfen sie die Grenz­werte für chemische Para­meter nicht überschreiten und bestimmte geschmackliche Kriterien erfüllen. Das reicht von Geschmacksnoten bis hin zur Fruchtigkeit der Olive. 

Tipps, wie man ein gutes Olivenöl erkennt:

- Ort: Woher stammt mein Olivenöl? Auf das Ettiket schauen

- Geruch: ranziger Geruch gleich ranziger Geschmack

- Geschmack: Zuhause den Geschmackstest machen und auf Fruchigkeit, Bitternote und       Schärfe achten

- "Nativ Extra": heißt kaltgepresst. Etikett genau lesen (auf Ort achten)

Quelle: Juliana Koch

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