Download (mp3, 2 MB)

SUPER.MARKT-Verbraucherttipp | 28.10.2019 - Pilze im Test

So haben es die Pilze gern: feucht und warm. Aktuell spießen sie nur so in unseren Wäldern. Doch wer sich mit Pilzen nicht auskennt, der kann schnell auch einen giftigen ins Körbchen packen. Dann doch lieber im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt frische Pilze kaufen. Doch auch die sind nicht ganz ungefährlich, wie das Verbrauchermagazin SUPER.MARKT beim Pilz-Test feststellen musste. Auch finden Sie Tipps, was Sie bei einer möglichen Pilzvergiftung tun müssen. 

Achtung, Gammel-Gefahr:

Eine schöne Pilzcreme-Suppe, eine Champignonpfanne oder leckere Pfifferlinge zum Stück Fleisch. Die Auswahl an Gerichten, die wir mit Pilzen machen können, ist riesig. Wer keine Zeit hat im Wald selbst zu sammeln, der geht schnell in den Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt. Schließlich ist auch das frische Ware - denkste! Vor allem bei Champignons im Plastikbecher lauern viele unsichtbare Bakterien. Bei der Pilzernte sind die noch nicht ganz ausgewachsen. Werden sie dann in die Plastikbecher abgefüllt und zu fest mit der Folie verschlossen, können sich die Pilze nicht richtig ausdehnen. Deswegen fühlen sich die Plastikverpackungen im Supermarkt auch immer so fest an. Das führt zu einem anderen Problem: Die festen Verpackungen fördern den Zersetzungsprozess der Pilze. Es kann so schnell zu einer bakteriellen Zersetzung kommen. Die können wir als Verbraucher aber nicht sehen. Das passiert im Innern der Pilze. Noch schwieriger ist es frische Pfifferlinge zu bekommen. Die werden in Osteuropa geerntet und haben einen sehr langen Lieferweg. Beim Pilz-Test machte SUPER.MARKT eine widerliche Entdeckung. In einigen Pilzen sind lebende Maden gefunden worden. Die Pilze sind als vermeintlich „frische Ware“ verkauft worden. 

Wann ist ein Pilz frisch? 

Ein frischer weißer Champignon zum Beispiel umschließt mit seiner Haut noch den Pilzstiel. Sieht man allerdings die braunen Lamellen unter dem sogenannten Pilzschirm, dann ist der Pilz bereits etwas älter. Ähnlich sieht es beim Pilzstiel aus. Ist der ausgefranst und hat kleine, schon bräunliche Risse, dann ist auch hier der Pilz nicht mehr frisch. Auch von den Pilzkörbchen sollten wir uns Verbraucher beim Kauf nicht blenden lassen. Nehmen Sie einen Pilz aus dem Körbchen und machen sie den „Druckstellentest“. Hinterlässt der Finger eine tiefe Druckstelle auf dem Pilzschirm ist die Ware alt. Viele braune Stellen ist ein Warnsignal. Stellen Sie erst Zuhause fest, dass die Pilze alt aussehen oder gar vergammelt sind, gehen Sie kein Risiko ein. Eine Lebensmittelvergiftung oder gar eine Pilzvergiftung kann drohen. Die in Pilzen enthaltenen Eiweiße sind enger mit tierischen als mit pflanzlichen Proteinen verwandt. Daher sind die Symptome vergleichbar mit der einer Fleischvergiftung. Generell gilt: Pilze immer mindestens 15 Minuten garen lassen, großzügig braune Stellen wegschneiden und Pilze nicht länger als zwei Tage aufbewahren. 

Pilzvergiftung oder doch Unverträglichkeit– was ist zu tun?

Harmlose Magenverstimmung oder doch eine Pilzvergiftung? Die Symptome zu erkennen, ist nicht einfach. Von Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall bis hin zu Herz-Kreislauf-Problemen – eine mögliche Vergiftung hat viele Anzeichen. Sie können bereits Stunden nach einer Mahlzeit auftreten, aber auch erst Tage später. Manchmal kann es sich auch nur um eine Unverträglichkeit oder eine Allergie handeln. Bei Unwohlsein nach einer Pilzmahlzeit, rufen Sie den Notarzt, fahren Sie gleich in eine Klinik, oder rufen Sie die Giftinformationszentrale an und schildern Sie folgendes: Wer hat sich möglicherweise vergiftet, welche Pilze wurden gegessen und bestehen Vorerkrankungen oder Unverträglichkeiten. Unbedingt Pilzreste aufheben, wenn es welche gibt und auch mögliches Erbrochenes. So kann eine Vergiftung später diagnostiziert werden. In der Berliner Charité gibt es eine Giftstation. Nicht auf Hausmittel, wie Milch trinken zurückgreifen, denn die kann sogar eine Vergiftung fördern. Auch Kohletabletten bringen nichts. Am besten gleich zum Arzt und durchchecken lassen. 

 

Beitrag von Giuliana Koch

Mehr Tagestipps zum Thema Ernährung

Schokolade und Kaffee, Foto: Colourbox
Colourbox

Tagestipp | 06.12.2019 - Schokolade im Test

Schokolade wird ja das ganze Jahr über gerne gegessen, aber gerade jetzt in der Adventszeit greift man doch einwenig öfter zu dieser leckeren Nascherei. Ökotest hat nun im aktuellen Heft dunkle Milchschokolade unter die Lupe genommen. Wir sprachen mit den Naschkatzen vom Dienst.

Download (mp3, 2 MB)
Kartoffelklöße, Colourbox
Colourbox

Tagestipp | 27.11.2019 - Kartoffelklöße im Test

Wir steuern schnurstracks auf die Weihnachtszeit zu. Das bedeutet auch wieder: lecker und deftig essen! Gans, Wild, Ente, Braten und was gehört unbedingt dazu? Rotkohl, aber ohne Klöße geht gar nichts! Und deshalb hat sich die Stiftung Warentest die leckeren Kartoffelkugeln genauer angeschaut, nicht nur geschaut, sondern auf Herz und Nieren untersucht.

Download (mp3, 2 MB)
Exotische Snacks, Foto: Colourbox
Colourbox

Tagestipp | 20.11.2019 - Insekten Mahlzeit

Ob als Fertiggericht mit Nudeln, Proteinriegel für Sportler, tiefgekühlter Burger oder mit Salz- oder Essiggeschmack für zwischendurch: Heuschrecken, Grillen und Co. können Verbraucherinnen und Verbraucher längst in Brandenburger Supermärkten kaufen. Wir sprachen mit Diana Marwitz von der Verbraucherzentrale Brandenburg über diese neuen Nahrungsmittel.

Download (mp3, 2 MB)

Alle Antenne Brandenburg - Tagestipps

Tagestipps bei Antenne Brandenburg, Foto: fotolia
64141456

Tagestipps

Im Antenne-Programm gibt es täglich Tipps aus der Service-Redaktion zu aktuellen Themen, wie Gesundheit und Vorsorge, alles rund ums Auto, Computertipps, Verbraucherrecht und vieles mehr.