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Tagestipp | 29.09.2017 - Herbstarbeiten im Garten

Mit dem Laubfall geht es nochmal richtig los im Garten. Da kann man pflanzen, weil der Boden noch warm ist. Die Beete brauchen etwas „Ordnung“ – einiges muss geschnitten werden, und man kann auch einiges umgestalten. Der Rasen braucht Pflege, und der Riesensack mit Frühblüherzwiebeln sollte vor dem Frost in die Erde.

Die ersten Frühblüher schieben schon ihre Blätter aus der Erde. Und an anderen Stellen stehen Astern, Sonnenhut und Dahlien in voller Blüte. Auch die Rosen geben noch mal alles. Die Äpfel müssten auch bald vom Baum. In diesen Wochen gibt es im Garten jede Menge zu tun.

Mit dem Laubfall geht es nochmal richtig los. Herbstzeit ist Pflanzzeit, weil der Boden noch warm ist. Da klappt es auch mit den preisgünstigen wurzelnackten Gehölzen wie z.B. Hecken sehr gut. In den Staudenbeeten kann einiges geschnitten werden. Man kann auch einiges umgestalten – also ausbuddeln, teilen und neu einsetzen. Aber nicht zu gründlich aufräumen, weil Samenstände ein gutes Futter für die Vögel sind. Nur wenn Stauden gelb werden und ihre Stängel langsam vermatschen wie bei Taglilie oder Iris, wird heruntergeschnitten. Sonst kann es bis in den Wurzelstock hineinfaulen. Gräser bleiben dagegen bis zum Frühjahr stehen. Sie geben dem Wintergarten eine Struktur, und außerdem schützen die Halme den Wurzelstock.

Ab 1. Oktober ist genau die richtige Zeit für den Heckenschnitt, dann ist die Vogel-Schonzeit vorbei.  Alles, was über Heckenmaß herausgewachsen ist, kommt weg. Die anderen Pflanzen wachsen auch nicht mehr allzu sehr, da tut die Schere nicht weh.
Vor allem in kleineren Gärten muss man Gehölze aus Platzgründen sowieso mehr schneiden. Viele wachsen jedes Jahr ein beachtliches Stück und schränken dadurch andere Gewächse in ihrem Lebensraum ein. Beim Herbstschnitt sollten alle abgestorbenen Äste und Zweige und Äste, die sich kreuzen bzw. aneinander reiben entfernt werden. Dünne Äste ganz dicht am Stamm schneiden.
Bei Gehölzen, die sich von der Basis aus verjüngen wie z.B. Holunder oder Haselnuss, etwa ein Drittel der alten Triebe an der Basis entfernen. So erhalten später alle Zweige genügend Licht.
Andere Gehölze verjüngen sich von der Mitte her. Dazu gehören unter anderen Forsythien oder Wildrosen. Hier werden abgestorbene Triebe und solche, die wenige Blüten treiben, entfernt. Zweige, die bis zum Boden gehen, soweit einkürzen, bis sie wieder aufwärts austreiben.

Brombeeren werden im Spätherbst gestutzt. Dabei schneidet man die alten Äste, die im Sommer Beeren getragen haben, am dicken Ast nahe der neuen Triebe ab. Hände weg von den Ziersträuchern, die im Frühling blühen, sonst werden die Knospen gekappt, und die Blüte fällt aus.

Bis Mitte, Ende Oktober wächst tatsächlich noch der Rasen. Gemäht wird deswegen noch aller zwei Wochen. Der letzte Schnitt sollte aber nicht tiefer als vier Zentimeter gehen, damit der Rasen gut über den Winter kommt. Man kann auch noch mal mit dem Vertikutierer drüber gehen. Damit werden verflilzte und vermooste Stellen bearbeitet und auch Unkraut entfernt. Wer die Gräser noch besonders stärken will, der streut einen Kali betonten Herbstdünger. Ganz wichtig für eine gesunde Grasnarbe ist es, immer das Laub gründlich abzufegen. Wenn das liegen bleibt, gibt es Schimmel drunter und Pilze befallen die Grashalme. Dann ist der Frühling nicht grün, sondern braun und verfault.

 

 

Beitrag von Barbara Wolf

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