Mädchen spielt am Gartensprenger, Foto: Colourbox/Irina
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Tagestipp | 17.07.2020 - Richtig gießen

Abends in Brandenburg: es rauscht allerorten. Warum? Weil gefühlt inzwischen jeder Gartenbesitzer einen Rasensprenger besitzt und fleißig laufen lässt, selbst, wenn es am Tag geregnet hat. Und weil nach Feierabend der Rhododendron oder das Karottenbeet noch mal eine Kanne Wasser bekommen. Ist das so aber wirklich sinnvoll? Das fragten wir unseren Experten Ingo Kallmeyer vom Botanischen Garten Potsdam.

Bei großer Hitze brauchen die Balkonkästen und Kübel zweimal Wasser am Tag. Die Regel heißt: regelmäßig und nicht zu viel gießen! Die Wurzeln dürfen nicht im Wasser stehen, denn Staunässe ist Gift. So absurd das klingt: Die Pflanze vertrocknet in zu viel Wasser, weil die Wurzeln vermatschen und kein Wasser mehr aufnehmen können.
In den Gartenbeeten ist ein Übergießen weniger das Problem. Die Pflanzen brauchen reichlich Wasser, aber nicht als Dusche über Blüten und Blätter, sondern man sollte Schlauch oder Kanne direkt auf die Erde und den Wurzelbereich richten. An sehr sonnigen und trockenen Gartenbereichen kann es auch nötig sein, zweimal zu gießen.

Der Hobbygärtner weiß natürlich, dass das beste Gießwasser aus der Regentonne kommt. Aber wer keine hat bzw. wenn die Tonne leer ist - bekommen die Pflanzen eine Kaltdusche aus dem Wasserhahn. Das Wasser aus dem Hahn hat jetzt ca. 8° - das vertragen die Pflanzen gut. Wer allerdings Sensibelchen hat, muss die Gießkanne gefüllt stehen und das Wasser temperieren lassen.

Wichtig: je mehr gegossen wird, desto mehr Nährstoffe werden ausgeschwemmt. Deswegen die Balkon- und Kübelpflanzen zweimal in der Woche mit Flüssigdünger versorgen.

Den Rasensprenger den ganzen Tag laufen zu lassen, ist Wasser- Verschwendung und für die Pflanzen nicht optimal. Wer gerne den Sprenger nutzt, sollte ihn in den Morgen- oder frühen Abendstunden aufdrehen. Man muss aber daran denken, dass dabei die ganze Pflanze gewässert wird. Wenn sie nicht richtig abtrocknen kann, bilden sich schnell Mehltau oder Pilze.

Hitze ist für die Pflanzen Stress. So es geht, die Pflanzen an heißen Tagen in Ruhe lassen. Nicht pflanzen, nicht schneiden, aber Verblühtes abzupfen. Und wenn die Temperaturen wieder niedriger sind, dann an den Sommerschnitt denken. Am 24. Juni ist Johanni – so ein Merktag für Hobbygärtner. Das heißt, Ende der Spargel- und Rhabarbersaison und Vegetationspause in der Natur. Die Gehölze, die im Frühling geblüht haben, müssen jetzt geschnitten werden. Also z.B. Forsythie, Jasmin oder Weigelie. Buchs und andere immergrüne Sträucher können in Form gebracht werden. Und wenn Stauden und Rosen jetzt bald geschnitten werden, verspricht das bei vielen eine zweite Blüte.

Den Rasen bei Hitze nicht mähen. Längere Grashalme beschatten den Boden und verhindern ein zu schnelles Austrocknen. Wer doch den Rasenmäher bemüht, sollte nicht kürzer als fünf Zentimeter schneiden, weil zu kurz geschnittener Rasen schnell vergilbt.

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