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Super.Markt - Spartipp | 13.11.2017 - Bücher verkaufen

Wer kennt das nicht. Da stapeln sich die Bücher in den Regalen zu Hause und eigentlich wissen wir, dass wir sie sowieso kein zweites Mal lesen. Warum die Bücher dann nicht zu Geld machen und über das Internet verkaufen? Bequem von zu Hause aus. Doch lohnt sich der Verkauf im Netz überhaupt? Und worauf sollte ich achten? Unsere Fernsehkollegen von SUPER.MARKT haben drei Ankaufplattformen für Bücher getestet.

Momox und Co.

Nach Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels hat jeder Deutsche im letzten Jahr 12,2 Bücher gekauft. Klar, dass irgendwann mal aussortiert werden muss. Damit Platz für neue Bücher geschaffen wird, gibt es im Internet unzählige Ankaufportale. Praktisch für alle, die bequem von zu Hause aus gebrauchte Bücher verkaufen möchten. Das Prinzip ist auf allen Plattformen gleich. Zuerst bietet man die Bücher auf den Plattformen an und dann erscheint der Preis, den der Händler bereit ist, dafür zu zahlen. Da der angebotene Preis von Plattform zu Plattform unterschiedlich ist, lohnt es sich, mehrere Angebote miteinander zu vergleichen. SUPER.MARKT hat drei Plattformen ausprobiert: Momox, Zoxs und Bücherankauf-Berlin.

Kaum Gewinn, aber Platz im Regal

Für viele Bücher, vor allem für Bestseller, die häufig angeboten werden, gibt es im Internet meist nur Centpreise. Besser sieht es da bei Fachliteratur aus. Für ein aktuelles und beliebtes Sachbuch bieten die Plattformen auch mal fünf bis zu acht Euro. Es lohnt sich, verschiedene Plattformen miteinander zu vergleichen, denn der Preis, den die Internethändler für ein Buch bezahlen, ist sehr unterschiedlich. Die Verbraucherzentrale rät, sich vorab immer über die Bedingungen des Verkaufs zu informieren. Ist der Preis fest oder nur ein Angebot? Was passiert mit den Büchern, die abgelehnt werden? Welche Fristen sind zu beachten? Wer trägt die Rücksendegebühren?

Barscanner App oder ISBN-Nummer

Von einer App mit Barscanner, mit der die Bücher blitzschnell eingescannt werden können, bis hin zum umständlichen Eingeben der langen ISBN Nummern bieten die Ankaufplattformen verschiedene Varianten an, um die Bücher zu registrieren. In unserem Test hat beim Punkt Benutzerfreundlichkeit Momox mit der Barscanner-App klar die Nase vorn. Bei Bücherankauf-Berlin muss jede ISBN-Nummer einzeln eingetippt werden und das dauert.

Beweisfotos der Bücher

Die Verbraucherzentrale rät, die Bücher vor dem Versand zu fotografieren. So hat der Verbraucher einen stichfesten Beweis, in welchem Zustand die Bücher losgeschickt wurden. Praktisch ist das vor allem im Falle einer Reklamation.

Gratisversand, Abholservice oder selbst zur Post

Auch die Versandoptionen sind von Plattform zu Plattform verschieden. Während die einen die Bücherkisten sogar gratis abholen, muss der Verkäufer bei anderen Anbietern selbst zur Post und sogar noch das Porto übernehmen. Viele Plattformen bieten ab einem festgesetzten Verkaufswert einen Gratisversand an. Im Test die Nase vorn hatten Momox und Bücherankauf-Berlin. Bei Momox gibt es ab 10 Euro einen Gratisversand und sogar einen Gratis-Abholservice. Bücherankauf Berlin bietet ab 10 Euro einen Gratisversand , einen Abholservice ab 50 Büchern oder man kann die Bücher persönlich vorbeibringen.

Ablehnung oder weniger Erlös

Die Artikel werden vor Ort vom Händler noch einmal genau geprüft. Dann erfährt der Verkäufer auch erst, ob der volle Preis für die Bücher gezahlt wird. Denn entsprechen die Sachen nicht den Vorstellungen des Händlers, kann der Preis gemindert werden. Eine große Rolle spielt der Zustand des Buches. Bei kaputten Seiten, Flecken oder Markierungen kann die Plattform das Buch auch ablehnen oder den Wert nach unten korrigieren. In punkto Gewinn ist Momox Sieger im SUPER.MARKT-Test. Hier gab es das meiste Geld für die angebotenen Bücher.

Beschwerden über Ankaufportale

Die Verbraucherzentralen haben häufig Beschwerden über Ankaufportale bekommen. Wegen nicht nachvollziehbarer Preiskorrekturen zum Beispiel. Aus diesem Grund haben sie im Sommer zwölf Portale genauer unter die Lupe genommen und fünf von ihnen aufgrund von fragwürdigen Klauseln in ihren AGB‘s von der Verbraucherzentrale abgemahnt.

Beitrag von Juliane Güldner

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