Download (mp3, 2 MB)

Super.Markt-Spartipp | 23.10.2017 - Extra Renteneinzahlungen – lohnt das?

Sparer bekommen zur Zeit ja nicht gerade viel Geld. Vor allem keine Zinsen mehr. Viele von uns machen sich deshalb darüber Gedanken, wie sie genügend Geld fürs Alter zusammensparen sollen. Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, freiwillig mehr Geld in die gesetzliche Rentenkasse einzuzahlen? Unsere Fernsehkollegen von SUPER.MARKT zeigen ein Beispiel aus der Praxis. Wir haben nochmal alle Fakten für Sie zusammengetragen.

Ohne Abschläge mit 63 in Rente

Viele Beschäftigte liebäugeln damit, nicht bis zur Regelaltersgrenze weiterzuarbeiten, sondern schon früher aus dem Beruf auszusteigen. Wer allerdings schon mit 63 Jahren aufhört, der hat satte Abschläge bei der Rente zu erwarten. Ein Leben lang. Durch das neue Flexi-Rentengesetz können gesetzlich Versicherte bereits ab dem 50. Lebensjahr (vorher galt 55 Jahre) Ausgleichszahlungen leisten und dann mit 63 ohne Abschläge in eine vorgezogene Altersrente gehen. Die Voraussetzungen: Bis zum geplanten Beginn der vorgezogenen Altersrente müssen Sie mindestens 35 Jahre versichert sein. Schul- und Hochschulbesuch ab dem 17. Lebensjahr, Arbeitslosigkeit und Berücksichtigungszeiten für Kindererziehung zählen dabei mit.

Durch Niedrigzinsen ist die Rentenkasse attraktiv

Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er sein Geld lieber privat anlegt oder es in die Rentenkasse einzahlt. Da die Zinsen derzeit sehr niedrig sind, kann die Einzahlung in die Rentenkassen gut damit konkurrieren. Gerade in den neuen Bundesländern ist es attraktiv. Hier ist der Abschlag geringer, da der Rentenwert im Osten noch geringer ist. Michael Fikus von der Deutschen Rentenversicherung rät: „Mit dem Rentenangleichungsgesetz wird es mit jedem Jahr etwas teurer werden, je eher man es in Angriff nimmt, desto günstiger ist der Rückkauf dieser Abschläge.“ Erst im Jahr 2025 ist dieser Vorteil komplett vorbei. Bis dahin wird die Berechnung der Rente in Ost und West schrittweise angeglichen.

Einmalzahlung liegt im fünfstelligen Bereich

"Viele sind erstmal geschockt, wenn Sie die Betragshöhen sehen“, sagt Michael Fikus von der Deutschen Rentenversicherung. Wie hoch der Beitrag ist, hängt davon ab, wie hoch die Rente ist. Bei einer kleinen Rente ist der Beitrag, der auszugleichen ist, auch geringer, bei einer hohen Rente kann der Beitrag auch schon mal 60.000 oder 70.000 Euro erreichen. Ein Versicherter mit einem Jahresverdienst von rund 37.000 Euro, der 40 Jahre lang eingezahlt hat und mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen möchte, liegt die Höhe des Abschlags bei rund 42.000 Euro. Der Betrag muss allerdings nicht mit einem Mal gezahlt werden, sondern kann auch in halbjährlichen Raten überwiesen werden.

Eher in Rente oder extra Rentenpunkte

Wer sich für die Zahlung entscheidet, gleicht die Rentenlücke aus, die bei der Frühverrentung entstehen würde. Allerdings ist man nicht an einen früheren Berufsausstieg gebunden, sondern hält sich die Option der Frühverrentung offen. Arbeitet man trotzdem bis zum gesetzlichen Rentenalter oder länger, bekommt man nicht nur die ursprünglich errechnete Altersrente, sondern sammelt noch ein paar Entgeltpunkte obendrauf.

Einmal in der Rentenkasse bleibt es da

Fakt ist aber auch: Wenn das Geld in die Rentenkasse eingezahlt wurde, verbleibt es auch beim Rententräger. Bei 20 oder 30 Rentenjahren lohnt es auf jeden Fall. Wer allerdings sehr früh verstirbt, bekommt nur wenig Leistungen von der Rentenversicherung.

Kostenlose Beratung über Abschläge und Anträge

Wer freiwillig Beiträge zahlen möchte, muss dies beantragen. Bei der Deutschen Rentenversicherung können Sie sich auch die Höhe der Abschläge berechnen lassen. Infos gibt es unter der Telefonnummer 0800/1000 480 25. Kostenlose persönliche Beratung finden Sie auch auf der Website der Deutschen Rentenversicherung.

Beitrag von Juliane Güldner

Mehr Tagestipps zum Thema Geld

Stromanbieter Suche, Foto: Colourbox
Colourbox/W.Filser

Tagestipp | 01.02.2018 - Stromanbieter wechseln und kräftig sparen

Brandenburger Stromkunden bezahlen bundesweit am meisten für ihren Strom – die so genannte Grundversorgung ist fast ein Viertel teurer als zum Beispiel in Bremen. Warum? Weil Brandenburg relativ wenige Einwohner hat und so die Netzgebühren auf relativ wenige Stromkunden verteilt werden. Und weil unser Stromnetz neuer ist als in den westlichen Bundesländern – also auch teurer. Doch auch bei uns gilt: Der Wechsel zu einem anderen Stromversorger könnte richtig viel Geld sparen.

Download (mp3, 2 MB)
Spenden, Foto: Colourbox/Daniela Staerk
colourbox

Tagestipp | 07.12.2017 - Spenden - aber wer soll sie bekommen?

Vorweihnachtszeit – da freuen wir uns nicht nur auf Geschenke. Da geben viele von uns auch gern, besonders für den redensartigen Guten Zweck. Spendensammler wissen das und bitten auf allen Wegen um unser Geld. Mehr oder weniger aggressiv, mehr oder weniger vertrauenswürdig, mehr oder weniger seriös. Für uns heißt das: das Portemonnaie bleibt erst mal zu. Und wenn wir es öffnen, tun wir das bewusst.

Download (mp3, 2 MB)

Alle Antenne Brandenburg - Tagestipps

Tagestipps bei Antenne Brandenburg, Foto: fotolia
64141456

Tagestipps

Im Antenne-Programm gibt es täglich Tipps aus der Service-Redaktion zu aktuellen Themen, wie Gesundheit und Vorsorge, alles rund ums Auto, Computertipps, Verbraucherrecht und vieles mehr.