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Super.Markt-Spartipp | 06.11.2017 - Spartipp Alarmanlagen

Vor allem in der dunklen Jahreszeit steigen die Einbruchszahlen an. Egal ob im Haus oder in der Mietwohnung – das möchte keiner erleben. 15.700 mal wurde im letzten Jahr bei uns in Berlin und Brandenburg eingebrochen. Viele Einbrecher lassen sich allerdings von Alarmanlagen abschrecken. Doch muss es eine teure Profianlage sein? Oder reicht auch eine zum Selbsteinbau vom Discounter? Unsere Kollegen von SUPER.MARKT haben den Test gemacht. Wir sagen Ihnen, worauf Sie beim Einbau achten sollten.

Einbrecher haben keine Zeit

Laut dem Deutschen Forum Kriminalprävention geben die meisten Einbrecher auf, wenn sie es nach drei bis fünf Minuten nicht in das Haus oder in die Wohnung geschafft haben. Denn mit jeder Minute steigt das Risiko, dass sie entdeckt werden. Je besser das Zuhause gesichert ist, desto weniger Einbruchsversuche gelingen. Im letzten Jahr lag der Anteil erfolgloser Einbruchversuche laut polizeilicher Kriminalstatistik bei 44 Prozent und war damit so hoch wie nie. Der Grund, immer mehr Menschen investieren in privaten Einbruchschutz.

 

Profianlagen kosten mehrere tausend Euro

Eine Profi-Alarmanlage für ein Einfamilienhaus kostet inklusive Einbau mehr als 5000 Euro, das hat die Stiftung Warentest überschlagen. Wer Geld sparen möchte, kann sich als Alternative auch eine Alarmanlage zum Selbsteinbau bestellen. Im Test der Stiftung Warentest schneiden die vier getesteten Anlagen allerdings nicht besonders gut ab. Nur eine Anlage war befriedigend. Bei dieser gibt es die Grundausstattung für 300 Euro, die Ausstattung für ein Familienhaus kostet knapp 900 Euro. Profianlagen haben viele Vorteile, zum Beispiel müssen sie nicht scharf gestellt und wieder ausgestellt werden, was bei günstigen Anlagen oft zu Fehlalarmen führt, sie kosten aber auch ein Vielfaches.

Verschiedene Mängel bei den Anlagen

Bei der billigsten Anlage im Test können ganz einfach die Bewegungs- oder Öffnungsmelder gestohlen werden. Eine andere Anlage im Test, die über Smartphone und App gesteuert wird, wurde abgewertet, weil die Daten unzureichend verschlüsselt werden. Im SUPER.MARKT-Test war das größte Defizit der Aldi-Anlage die Außensirene. Da der Lautsprecher nach außen schallt, könnten ihn Einbrecher einfach zuhalten oder zukleben. Auch insgesamt ist das Discounter-Modell nur das einfachste vom einfachen und nichts „womit ich wirklich ein gutes Gefühl von Sicherheit haben sollte“ sagt Oliver Becker von Becker Security.

 

In die Rolle des Einbrechers schlüpfen

Wer sparen möchte und sich für eine Alarmanlage zum Selbsteinbau entscheidet, sollte sich vorher einen genauen Plan machen. Falk Murko von der Stiftung Warentest rät, sich bei der Planung des Alarmsystems in die Rolle des Einbrechers zu versetzen. Wo würden sie am besten einsteigen? Wo würden sie am besten einsteigen? Bei einer Erdgeschosswohnung oder einem Haus sind alle Fenster und Türen betroffen und auch im Haus müsste man sich überlegen, wo Diebe nach Wertgegenständen oder Geld suchen würden und auch das mit entsprechenden Sensoren, wie Bewegungsmelder oder Öffnungsmelder sichern. Versuchen Sie, systematisch die Schwachstellen zu finden, wo Einbrecher ansetzen könnten. Tipp: Das Know-how unabhängiger Profis verwenden: www.polizei-beratung.de Ansprechpartner in Ihrer Nähe

 

Sirene oder stiller Alarm

Die meisten Anlagen haben zwei Varianten des Alarms: Entweder eine Sirene oder sie melden den Alarm still zum Beispiel per App oder per Nachricht aufs Handy. Wer will, dass zum Beispiel die Nachbarn informiert werden, wählt die Sirene. Bei Fehlalarm geht das Geheul den Nachbarn aber auf die Nerven gehen und wenn es öfter passiert, glaubt keiner mehr an den Alarm. Die Alternative ist der stille Alarm auf das Handy. So ist es möglich, dass die Wohnung oder das Haus auch vom Urlaub überwacht werden und bei Bedarf die Polizei gerufen werden kann. Praktisch ist die Kombination von stillem Alarm und Kameras, die mit Bewegungsmeldern ausgestattet sind und automatisch Foto- oder Video-Aufnahmen starten.

 

Einfach selbst einbauen?

Im Test der Stiftung Warentest ließen sich alle Anlagen ohne Schwierigkeiten selbst einbauen. Auch die Anleitungen waren leicht verständlich. Im Test der Fernsehkollegen war der Aufbau allerdings alles andere als einfach. Nach 2 Stunden und 23 Minuten war das Alarmsystem aus dem Internet aufgebaut. Nach über 4 Stunden und mit einigen Problemen, die Alarmanlage von Aldi. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die Alarmanlage von einem Experten einbauen lassen. Das System sollte eine Innen- und eine Außensirene besitzen. Achten Sie auch auf technische Voraussetzungen und Folgekosten wie Batterien.

 

Alarmsystem fördern lassen

Ein professionelles Alarmsystem können Sie sich auch fördern lassen. Zwischen 50 und 1.500 Euro, je nach Anschaffungspreis gewährt die KfW-Bank beim Einbau.

Beitrag von Juliane Güldner

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