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Tagestipp | 19.10.2017 - Die elektronische Gesundheitskarte

Seit Anfang Oktober sind die Gesundheits-Chipkarten der ersten Generation ungültig – und zwar völlig unabhängig von dem Gültigkeitsdatum, das auf die Karte aufgedruckt ist. Es kann also passieren, man kommt zum Arzt und kriegt genau das gesagt. Keine schöne Vorstellung in der beginnenden Erkältungssaison. Doch es ist natürlich nicht alles verloren – man hat vielleicht „nur“ ein bisschen Ärger und Lauferei vor sich.

Von den 70 Millionen in Deutschland ausgegebenen Chipkarten der Gesetzlichen Krankenversicherungen sind die älteren betroffen – die zwar les-, aber nicht beschreibbar sind.

Seit 1. Oktober gelten nur noch Karten, die vom Arzt auch mit Daten „gefüttert“ werden können – denn dieses Verfahren ist die Zukunft.

Jetzt ungültige Chipkarten tragen oben rechts über dem Foto das Zeichen „G 1“.

Doch nicht alle Karten, die ein „G 1“ tragen, sind tatsächlich ungültig.

Dieser scheinbare Widerspruch ergibt sich daraus, dass es auch eine Generation „G 1 Plus“ gibt, der aber leider kein eigenes Zeichen zugeordnet wurde.

Diese Karten gelten dann noch bis zum Jahresende 2018.

Unglücklicherweise erkennen ältere Lesegeräte G 1 Plus nicht – und erklären auch diese für ungültig.

Neuere Kartenlesegeräte akzeptieren sie.

In der Arztpraxis muss außer einem neuen Kartenlesegerät auch eine neue Software auf den Rechnern installiert sein, damit die Erkennung von G 1, G 1 Plus und G 2 funktioniert.

Patienten sollten darauf bestehen, dass ihre Karte zunächst eingelesen wird – auch wenn „G 1“ draufsteht, denn erst im Lesegerät und mit der entsprechenden Software entscheidet sich ja, welche Karte akzeptiert wird.

Wessen Karte vom System nicht akzeptiert wird, wird in der Praxis nach einem so genannten Ersatzverfahren erfasst – dann gibt die Sprechstundenhilfe die erforderlichen Daten eben per Hand ins System ein.

Der Patient muss dann einen Abrechnungsbogen unterschreiben, mit dem der Arzt die Behandlung bei der Kasse abrechnen kann.

Innerhalb von 10 Tagen muss der Patient dann eine gültige Chipkarte nachreichen. Die hat er möglicherweise sogar schon zu Hause, hat sie aber nicht benutzt, weil die alte laut Aufdruck ja noch gültig war.

Oder er ruft die Hotline seiner Krankenkasse an und bittet um schnellstmögliche Zusendung einer gültigen Karte.

Klappt dies innerhalb von zehn Tagen nicht, muss der Patient zunächst die Behandlungskosten bezahlen. Das Geld bekommt er zurück, wenn die notwendigen Nachweise bis zum Ende desselben Quartals nachgereicht wurden.

Was gesetzlich Krankenversicherte in der Regel nicht tun müssen: eine Privatrechnung des Arztes unterschreiben und bezahlen.

Sollte es Unstimmigkeiten geben, kann man sich wieder an die Hotline der Krankenkasse wenden und dort Namen und Anschrift der Praxis angeben. Die Kasse wird die Sache dann direkt mit dem Arzt regeln.

Beitrag von Susanne Selbmann

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