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Tagestipp | 13.10.2017 - Fitness für die Venen

Am 13. Oktober ist Welt-Thrombose-Tag. Ein gefährliches Gerinnsel im Blut kann sich unbemerkt bilden, Venen verkleben oder zur Lungenembolie führen und letztlich zur Lebensgefahr werden. Es kann jeden treffen – Junge wie Ältere. Doch das Risiko lässt sich minimieren.

Thrombose kann jeden treffen – Junge wie Ältere. Man sollte wissen, welche Dinge im Alltag zum Auslöser werden können.
Gefährdet sind z.B. diejenigen, die oft Langstrecken fliegen und über Stunden mit „abgeknickten“ Beinen sitzen müssen. Bei einer Reisedauer von mehr als fünf Stunden mit wenig Platz und anhaltend gebücktes Sitzen mit starkem Abknicken der Venen im Hüft- und Kniebereich führt zur verlangsamten Blutströmung (Stau) und einer Schädigung der Venenwand. Die Beschwerden tauchen meist zwei bis drei Tage nach der Reise auf.
Auch Bettruhe über mehrere Tage kann den Blutfluss verlangsamen. Jeder, der eine OP gehabt hat, wird sich an die Thrombose-Spritze erinnern. Eine entzündete Sportverletzung kann zum Auslöser werden und auch eine Schwangerschaft, weil sie den Hormonhaushalt im Blut verändert.

Wer zu viel sitzt – und das tun ja die meisten z.B. bei Computer- und Büroarbeiten - oder ohne Pause lange Auto fährt, dem fehlt einfach die Bewegung. Das mindert die Leistung der Muskelpumpe, die das Blut im großen Kreislauf bewegt. Das Blut versackt, und eine Thrombose entsteht. Ärzte sprechen von der „lautlosen Gefahr“, weil man es nicht gleich bemerkt. Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt sind z.B. Schmerzen in der Wade, die man wie Muskelkater spürt. Geschwollene Beine, Hitze und Verfärbungen des Beines. Luftnot und Schwindel deuten auf eine mögliche Lungenembolie hin.

Ein rundherum gesunder Lebensstil ist die beste Prophylaxe. Dazu gehören natürlich eine ausgewogene Ernährung und vor allem viel Bewegung. Es ist eigentlich das Übliche: Immer mal vom Schreibtisch aufstehen und ein paar Schritte laufen, die Treppe nehmen, Radfahren, Schwimmen, Joggen – das hält die Muskeln aktiv. Beim Ausdauersport  reichen schon dreimal 30 Minuten pro Woche. Das muss ja kein Langstreckenlauf sein. Es reicht auch eine Strecke im Wanderschritt zu gehen. Wechselduschen sind gut, um die Gefäße zu trainieren.

Auch wer keine Sportskanone ist oder wenig Zeit hat, kann etwas tun.Es sind auch kleine Übungen, die Venen fit halten. Sie lassen sich sogar während der Arbeit am Computer mal dazwischen schieben, ohne dass es auffällt. Zum einen nicht zu oft beim Sitzen die Beine überschlagen, auch wenn’s schick aussieht. Nach Möglichkeit auch mal im Stehen arbeiten. Fußwippe  oder Fußkreisen - 10mal reichen schon, um das Blut zirkulieren zu lassen. Abends auf dem Teppich oder im Bett ein paar Runden Radfahren in der Luft. Außerdem ausreichend trinken und auf lockere Kleidung achten, die nicht einengt.

 

 

 

 

Beitrag von Barbara Wolf

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