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Tagestipp | 25.10.2017 - Selbstmedikation mit Tücken

In der Erkältungszeit greifen viele nach einer Eigendiagnose zu rezeptfreien Medikamenten und „verordnen“ sich Pillen, Sprays und Tabletten. Das kann ungewollte Auswirkungen haben und zu riskanten Nebenwirkungen führen.

Bei nasskaltem Herbstwetter kann sich über Nacht der Schnupfen anschleichen, im Hals beginnt das Kratzen, die Nase ist verschnupft, der Kopf schmerzt. Eigentlich tut der ganze Körper weh. Da werden schnell  mal diverse Tabletten eingeworfen. Für kleine Unpässlichkeiten haben wohl die meisten ihre Hausapotheke gut gefüllt, denn es gibt ja genügend rezeptfreie Medikamente, die man einnehmen kann. Keiner will sich wegen Erkältungs-Lappalien ewig lange ins Wartezimmer setzen.

Wegen Lappalien muss man das sicher nicht. Aber wenn es einen heftig erwischt hat, dann schon. Oder wenn man merkt, dass der Kopfschmerz nicht nur eine Eintagsfliege war, sondern sich täglich meldet.
Die Selbstbehandlung ist tatsächlich vor allem in der Erkältungszeit und auch bei Kopfschmerzen weithin Praxis. Da ist natürlich die Frage, welche Medikamente werden genommen. Weiß man über Wirkung und Unverträglichkeiten Bescheid. Nimmt man auch noch andere Medikamente ein. Hat man den ellenlangen Beipackzettel gelesen, usw. usf. Die meisten tun es nicht, und das kann riskant werden.

Natürlich können rezeptfreie Medikamente bei Fieber oder Kopfschmerzen genommen werden.Die Arznei­mittelexperten der Stiftung Warentest bewerten ASS, Diclofenac, Ibuprofen, Naproxen und Paracetamol als geeignet. Sie dämpfen Schmerzen und Fieber, viele auch Entzündungen. Aber sie wirken natürlich individuell ganz verschieden. Ohne ärzt­lichen Rat dürfen sie nur kurz­zeitig und in der gerings­tmöglichen Dosierung angewendet werden. Eine Faustregel besagt: maximal vier Tage am Stück und an höchstens 10 Tagen im Monat.

Tabletten immer im Stehen bzw. Sitzen und mit ausreichend Wasser einnehmen. Wasser heißt wirklich pures Wasser. Keines mit Kohlensäure. Ungeeignet sind Milch, Säfte, Kaffee und alle Varianten von Alkohol. Das kann zu unangenehmen Wechselwirkungen führen. Bei Antibiotika sollten z.B. mindestens zwei Stunden zwischen Einnahme und dem Genuss von Milch liegen. Außerdem ist es wichtig, die Medikamente in der Form zu schlucken, in der sie produziert sind. Wirkstoffe in einer Kapsel oder in einem Dragee sollen eben nicht im Mund zergehen, sondern erst viel später. Das Teilen von Arzneien müssen Arzt oder Apotheker vor der Einnahme erlaubt haben.

Beitrag von Barbara Wolf

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