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Tagestipp | 17.11.2017 - Versandapotheken im Test

Arzneimittel sind teuer, und viele kaufen Medikamente online bei Versandapotheken. Wie gut sind sie, und bieten sie auch den wichtigen Beratungsservice? Stiftung Warentest hat 18 umsatzstarke Versandapotheken ausprobiert…

Arzneimittel sind teuer, und viele kaufen Medikamente online bei Versandapotheken. Gerade in der Erkältungszeit erhöht sich der Bedarf an Tropfen, Pillen und Bädern aller Art. Und dann „verordnet“  man sich selbst die Pillen und Tropfen. Da steckt ein großes Risiko. Denn wer weiß schon über Wirkung und Wechselwirkung so genau Bescheid.
Der Kunde müsste eigentlich auf viele Dinge hingewiesen werden.

Tun das Versandapotheken? Das hat Stiftung Warentest überprüft. 18 umsatzstarke Versandapotheken waren im Test, davon 3 aus der EU.
Das Testergebnis lässt aufhorchen –das beste Urteil ist nur ein „Befriedigend“.

Testsieger ist die Europaapotheek.com, dicht gefolgt von Shopapotheke.com und Versandapo.de. Sieben der getesteten Apotheken bekamen das Urteil „Mangelhaft“.

Es mangelt nicht an den praktischen Dingen wie Service oder den Webseiten, sondern vor allem an der Beratung. Und genau da steckt das Risiko für den Käufer. Er sollte auf jeden Fall auf Beipackzettel und Informationen zur Einnahme achten und sich gegebenenfalls die eigene Medikationsliste vervollständigen lassen. Für Fragen zu den Medikamenten steht bei den meisten Versandapotheken eine Hotline zur Verfügung.

Wer Medikamente über Versandapotheken bezieht, hat meist einen preislichen Vorteil. Bei frei verkäuflichen Arzneien dürfen alle Apotheken den Preis bestimmen. Bei rezeptpflichtigen Medikamenten gilt in Deutschland eine Preisbindung.
Nach dem deutschen Arzneimittelrecht müssen alle DEUTSCHEN Apotheken rezeptpflichtige Arzneimittel zum selben Preis abgeben. Die stationären Apotheken genauso wie die Versandapotheken. Entsprechend hat der Patient zwischen fünf und zehn Euro Zuzahlung zu leisten.
Wer das Medikament günstiger haben möchte, kann nur von einer Versandapotheke, die in einem anderen EU-Land ansässig ist, Rabatte für rezeptpflichtige Medikamente erwarten. Das ist vor allem für chronisch Kranke lukrativ, die viele Medikamente brauchen. Privatpatienten, die ihre Medikamente selbst bezahlen, bekommen den Rabatt auf den Verkaufspreis. Genauso ist es bei allen rezeptpflichtigen Medikamenten, die der Kassen-Patient selbst zahlen muss.

Seriöse Anbieter – wie z.B. der Testsieger aus den Niederlanden -   lassen sich finden, denn alle EU-Länder führen Register über die ansässigen Arzneimittelhändler. Für Rezepte gelten auch da feste Regeln:  Wer ein verschreibungspflichtiges Medikament kauft, muss das Rezept vorlegen. Bei einer Online-Bestellung also per Post an den Versandhändler schicken. Klar ist aber auch: Wer umgehend ein Medikament braucht, bekommt es in der Apotheke vor Ort schneller.

 

Beitrag von Barbara Wolf

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