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Thementag | 14.11.2017 - Wie steht es um die Pflege?

Immer mehr Menschen bedürfen unserer besonderen Hilfe und Unterstützung – sie brauchen Pflege. Sie sind in jedem Alter – besonders groß ist der Anteil der Pflegebedürftigen im höheren Lebensalter. In Brandenburg sind derzeit knapp 120 000 Menschen auf Pflege angewiesen. Die meisten von ihnen werden zu Hause betreut. Wäre das nicht so – das System der Pflege würde wohl endgültig unter den Anforderungen zusammenbrechen. Es gibt zu wenige Altenpfleger, Pflegedienste, halbstationäre und vollstationäre Einrichtungen. Am 14.11.2017 gab es bei Antenne Brandenburg Expertenrat und viele Infos rund um das Thema.

Gerade einmal 16 Tausend Menschen – so die letzte Statistik – arbeiten in Brandenburgs Altenpflege. Nicht genug für die vielen Pflegebedürftigen.

Hilfe und Unterstützung geben die Pflegestützpunkte, die es in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt gibt. Dazu kommen noch etliche Außenstellen.

Jeweils mindestens ein Pflege- und ein Sozialberater geben dort neutralen Rat, helfen beim Zurechtfinden im Dschungel der Vorschriften, Antragsformulare und Anlaufstellen.

Sie stellen auch den Kontakt zu weiteren Hilfsangeboten her, die sowohl den Pflegebedürftigen selbst als auch den Angehörigen nützen können.

Zum Beispiel zu den Kursen, in denen pflegende Angehörige ganz praktisch Das Pflegen, die Handgriffe und den Umgang mit den verschiedenen Hilfsmitteln lernen können.

Wichtig auch die persönliche Begleitung zum Beispiel bei der Vorbereitung auf die Begutachtung durch den MDK, bei dem die Zuordnung zu den fünf Pflegegraden vorgenommen wird.

Was die Stützpunkte nicht können: zaubern. Sie können zum Beispiel keinen ambulanten Pflegedienst erschaffen oder einen zwingen, einen bestimmten Fall anzunehmen. Da die Kapazitäten im Land nicht ausreichen, sind in letzter Zeit vermehrt Hilfesuchende abgelehnt oder auf Wartelisten gesetzt worden, weil die Kapazitäten nicht ausreichen.

Die Verbraucherzentrale Brandenburg hat zudem festgestellt, dass viele Verträge mit ambulanten Pflegediensten fehlerhaft zum Nachteil der Pflegebedürftigen und ihrer Familien sind.

Bestimmte Klauseln in den gängigen Verträgen seien rechtswidrig, die Verträge damit nichtig.

Die VZB bietet an, solche Verträge zu prüfen und bei den weiteren rechtlichen Schritten zu helfen.

Einen Link zur VZB finden Sie in nebenstehendem Kasten ebenso, wie einen zu den Pflegestützpunkten im Land und einen zur Pflegebroschüre des Verbandes der Ersatzkassen e.V.

Am 14. November 2017 ist die Leiterin des Pflegestützpunktes Potsdam, Manuela Brockmeier,, Expertin im Antenne-Studio und beantwortet zwischen 11 und 13 Uhr Hörerfragen am Antenne-Hörerservice-Telefon unter 0331 / 7098100.

Beitrag von Susanne Selbmann

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