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Tagestipp | 15.09.2017 - Wie viel Vitamine braucht der Körper?

Vitamincocktail zum Start in den Tag: Ein Multipräparat für das Immunsystem, extra Vitamin-C gegen  Erkältung, die B-Vitamine für den Muskelaufbau, das Knochen-Vitamin-D nicht vergessen, weil die Sonne nicht scheint… In Apotheken, Drogerien, Reformhäusern, Supermärkten und beim Internethändler kann jeder ins pralle Angebot fassen. Aber meist hält der Vitaminstoß nicht das, was er verspricht.

Nahrungsergänzungsmittel sind ein lukratives Geschäftsfeld mit Milliarden-Umsatz. Inzwischen greift schon jeder Dritte zu Pülverchen und Pillen. Vitaminpräparate haben ein sehr gutes Image, und in die Kiste der Nahrungsergänzungsmittel wird schnell gegriffen. Meist aus einem Bauchgefühl heraus und nach Eigen-Diagnose.
Vitaminpräparate sind nicht zwangsläufig schlecht. Man vergisst allerdings oft, dass eine gesunde Ernährung nicht durch Nahrungsergänzungsmittel ersetzt, sondern höchstens unterstützt werden kann. Natürlich können Vitaminpräparate individuell nötig sein – sie sollten dann aber nach ärzt­licher Abklärung einge­nommen werden.

Für Nahrungsergänzungsmittel wird sehr viel Geld ausgegeben. Die Werbung verspricht, dass Vitamine, Mineralstoffe oder exotische Pflanzenstoffe zu einem gesünderen Leben verhelfen. Wer über Obst und Gemüse nicht genug Vitamine aufnimmt, für den sind Nahrungsergänzungsmittel der schnelle und unkomplizierteste Weg, die wichtigen Nährstoffe zu sich zu nehmen. Oft hört man: keine Zeit, um Frisches einzukaufen oder zuzubereiten. Andere meinen, dass der Körper mehr Vitamine braucht, als man mit Essen zuführen kann. Dabei sagen Ernährungsexperten schon lange, dass ein ausgewogenes Essen genügend Vitamine und andere wichtige Stoffe wie Mineralien liefert. Man sollte sich auch vor Augen führen, dass Vitamine z.B. aus Gemüse, Hülsenfrüchten oder Fisch natürliche Mittel sind. Die haben so gut wie keine Nebenwirkung. In verarbeiteten Lebensmitteln findet man oft künstlich hergestellte Vitaminzusätze. Künstliche – also synthetisch hergestellte Vitaminpräparate können sogar krank machen. Oft ist die Dosierung ein Vielfaches der empfohlenen Tagesmenge, wie ein Marktcheck von Stiftung Warentest gezeigt hat. (siehe Kasten)

Überdosiert sind fettlösliche Vitamine gefährlich – z.B. Vitamin D für die Nieren, Vitamin E wirkt sich auf die Blutgerinnung aus, ein Zuviel von Betakarotin kann bei Rauchern Krebs begünstigen. Und dann ist wichtig, wo die Präparate produziert werden. Vor allem bei Herstellern, die nicht aus der EU stammen sind häufig künstliche Farbstoffe verarbeitet, synthetische Süßstoffe, Aromen, Verdickungsmittel und sogar Aluminiumsalze. Also gerade bei Online-Käufen nicht nur auf den Preis achten, sondern auf die Inhaltsstoffe der Präparate.  

Beitrag von Barbara Wolf

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