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Super.Markt - Spartipp | 04.12.2017 - Gebrauchte Handys kaufen - mit wieviel Risiko?

Für die neuesten Smartphone-Modelle von Apple, Samsung und Co. müssen Kunden tief in die Tasche greifen. Über 1000 Euro kostet das iPhone X zum Beispiel. Wer nicht unbedingt das neueste Modell braucht, für den lohnt sich auch ein gebrauchtes. Doch, worauf muss ich beim Kauf achten? Wo bekomme ich ein „sicheres“ Gebrauchtes? Und wie ist das mit der Gewährleistung? SUPER.MARKT hat die Antworten.

Preisvergleich im Netz

Gebraucht zu kaufen ist nachhaltig, weil kein neues Produkt extra hergestellt werden muss. Wer sich ein gebrauchtes Handy kaufen möchte, für den lohnt sich ein Preisvergleich im Netz. Über Portale wie billiger.de, idealo.de oder günstiger.de erfahren Sie, wie teuer das Gerät bei den unterschiedlichsten Händlern ist und ob sie mit einem gebrauchten sparen können. Laut Digital-Experte Daniel Pöhler von Finanztip ist eine Ersparnis von 5 bis 30 Prozent bei gebrauchten Handys möglich. Er hat acht Gebrauchthändler getestet und sehr gute Schnäppchen bei BuyZoxs, Clevertronic, Asgoodasnew und Rebuy gefunden. Wenn die Geräte egal ob im Netz oder im Laden nur noch die Hälfte oder noch weniger kosten, dann kann das nicht seriös sein, warnt der Experte.

14tägiges Widerrufsrecht bei Internetgebrauchthändlern

Sogenannte Refurbisher, also Instandsetzer, sind große Internet-Gebrauchtwarenhändler, die gebrauchte Handys aufkaufen, überprüfen, reparieren und sie dann wieder im Internet anbieten. Ein Kauf hier ist sicher. Zudem gilt ein gesetzlich geregeltes 14-tägiges Widerrufsrecht. Verbraucher dürfen das Gerät also aus der Verpackung nehmen, es auch einschalten und dann 14 Tage lang testen und ausprobieren. Bei Nichtgefallen darf es innerhalb dieser Frist zurückgeschickt werden. Die Gewährleistung, also die Mängelhaftung, gilt bei Gebrauchtwaren egal ob im Laden oder im Internet gekauft, 12 Monate lang. Die Gewährleistung deckt Mängel ab, die das Produkt bereits zum Zeitpunkt des Kaufs hatte.

Private Anbieter ohne Gewährleistung

Private Verkäufer wie beispielsweise auf ebay, dürfen das Widerrufsrecht und auch die Gewährleistung ausschließen. Wenn das Gerät kaputt ist, hat der Käufer also keine Rechte und muss im Zweifel selbst für die Kosten der Reparatur aufkommen.

Rundum ausprobieren

Wer sich für ein gebrauchtes Handy aus dem Netz entscheidet, sollte es ausprobieren. Testen sollte man die Funktionen der Tasten, die Kamera, den USB-Anschluss und das WLAN. Wichtig ist auch, dass der Akku noch leistungsfähig ist. Und, die im Display angezeigte IMEI – also die Geräte-Identifikationsnummer – abgleichen mit der, die auf der Verpackung oder auf der Rechnung steht. Wichtig und kaum jemanden bekannt ist der Annäherungssensor. Oben im Gerät integriert, reagiert er auf Nähe und sorgt dafür, dass das Display gesperrt wird, sobald man das Handy an den Kopf bewegt. Funktioniert der Sensor nicht, drückt man mit der Wange irgendwelche Tasten und es piept laut oder das Telefon geht mitten im Gespräch einfach aus.

Günstige Vorgängermodelle

Sobald ein neues Modell auf den Markt kommt, fallen die Preise für alte gebrauchte. Vier Monate nach Markteinführung sind die meisten Android-Modelle schon um ein Viertel billiger. Nach einem Jahr zahlt man selbst für ein originalverpacktes Gerät nur noch die Hälfte des ursprünglichen Preises. Auch einige gebrauchte Geräte kosten nicht viel weniger als Neuware von günstigen Onlinehändlern, das hat die Stiftung Warentest herausgefunden (11/2016). Vor dem Kauf lohnt also ein Vergleich was ein Handy aus zweiter Hand und dasselbe Modell neu kostet. Dazu kommt, auf neue Geräte gibt es zwei Jahre Gewährleistung, für gebrauchte Ware nur 12 Monate.

Tipp: Wer bis nach Weihnachten mit dem Handykauf wartet, kann zusätzliches Geld sparen. Handys stehen bei vielen ganz oben auf der Wunschliste und damit gibt es bald eine große Zahl an gebrauchten Modellen zu günstigen Preisen.

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